3.500 Sammler federn viele Probleme ab
Caritas-Haussammlung für Niederösterreicher in Not

Petra Fischer, Leiterin des Mutter-Kind-Hauses in St. Pölten; Caritas Generalsekretär Christoph Riedl; Elisabeth Haas, Leiterin des Mobilen Hospizdienstes; Martina Czech, Haussammlerin in Sallingberg; Caritasdirektor Hannes Ziselsberger; Marianne Stamminger, Haussammlerin in Ferschnitz.
  • Petra Fischer, Leiterin des Mutter-Kind-Hauses in St. Pölten; Caritas Generalsekretär Christoph Riedl; Elisabeth Haas, Leiterin des Mobilen Hospizdienstes; Martina Czech, Haussammlerin in Sallingberg; Caritasdirektor Hannes Ziselsberger; Marianne Stamminger, Haussammlerin in Ferschnitz.
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Die Caritas der Diözese St. Pölten entsendet im Juni wieder 3.500 Haussammlerinnen und Haussammler, die Hilfe in Not in Niederös­terreich und viele Begegnungen ermöglichen. Ständig steigende Energie- und Lebensmittelpreise, die Nachwirkungen der Corona-Krise, tausende Vertriebene aufgrund des Krieges in der Ukraine: Bei Anfragen nach unterschiedlichsten Formen der Hilfe sei die Caritas „wie schon lange nicht mehr“ gefordert, so Caritas-Direktor Hannes Ziselsberger bei einer Pressekonferenz. Er warnte davor, dass sich Menschen das Leben wie Wohnung, Strom und Lebensmittel nicht mehr leisten können.

Die Haussammlung sei eine konkrete Hilfe für Menschen in Not, etwa durch Soforthilfen nach Hochwasserkatastrophen, durch Sozialberatung, Nothilfe, bis hin zum Mutter-Kind-Haus oder dem Mobilen Hospizdienst, die aus Spenden finanziert werden.

Gerade in den aktuell herausfordernden Zeiten sei die konkrete Hilfe direkt vor Ort besonders wichtig. 15 Prozent des gesammelten Geldes können die Pfarren für ihre Projekte verwenden, was rasche und niederschwellige Unterstützung ermöglicht. „Damit sind sie ein Teil der größten Solidaritätsaktion im Land Niederös­terreich“, so Ziselsberger. „Mit Spenden aus der Caritas Haussammlung helfen wir Menschen in unterschiedlichsten Notlagen.“

Steigende Kosten großes Problem

„Wir sehen in den Caritas-Sozialberatungsstellen, dass Haushalte mit geringen Einkommen mit den steigenden Preisen massiv gefordert sind“, betonte Caritas-Generalsekretär Chris­toph Riedl. Vor allem Alleinerziehende seien besonders betroffen. Er wies auch auf den Caritas-Wegweiser (www.caritas-wegweiser.at) hin. Mit diesem können Betroffene online auf das Beratungs-Angebot der Caritas zugreifen.

Auch Mütter und ihre Kinder, die Hilfe und ein Dach über dem Kopf brauchen, profitieren von Spenden der Haussammlung, berichtete die Leiterin des Mutter-Kind-Hauses der Caritas in St. Pölten, Petra Fischer. „Im Mutter-Kind-Haus unterstützen wir wohnungslose schwangere Frauen und Mütter, damit sie eine eigenständige Exis­tenz für sich und ihre Kinder aufbauen und in ein selbstständiges Leben zurückfinden können.“

Auch die Arbeit des Mobilen Hospizdienstes wäre ohne die Unterstützung durch Spenden der Haussammlung nicht möglich. Dazu die Leiterin des Mobilen Hospizdienstes, Elisabeth Haas: „Der Mobile Hospizdienst der Caritas begleitet schwerkranke Menschen, um ihnen ein würdiges Leben bis zuletzt zu ermöglichen.“

Die Haussammler werden mit begleitenden Maßnahmen und Materialien bestmöglich unterstützt, um die Haussammlung durchführen zu können, betonte Caritas-Direktor Ziselsberger. Nach zwei Corona-Jahren hoffe man auf gute Beteiligung und Unterstützung in den Pfarren. Im vorigen Jahr wurden mehr als 773.800 Euro für Menschen in Not gesammelt.

Spenden: IBAN: AT23 2011 1000 0123 4560; Kennwort: Haussammlung oder www.caritas-haussammlung.at.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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