Erzählung von Paul Sieberer
Weltmissionssonntag: Ich oder wir?

Ich allein mache bekanntlich noch keinen Sommer!“, denkt die Schwalbe, macht es sich gemütlich und bleibt im sonnigen Süden. „Ich allein kann gar nichts löschen!“, spricht der Tropfen, fällt auf einen heißen Stein und verdampft genüss­lich. Der Flächenbrand lacht sich ins Fäustchen und breitet sich weiter aus. „Ich allein bringe keinen Eisberg zum Schmelzen“, jammert das Zündholz und meidet weiterhin jegliche Reibungsflächen. Die Kälte grinst klirrend und friert fröhlich vor sich hin. Und der Eisberg wartet auf die nächste Titanic. „Auf mich hört sowieso keiner!“, ärgert sich der Nichtwähler und behält seine Stimme für sich. Die Demokratie leidet vor sich hin, wird fahl und geschmacklos. „Wenn ich das Altöl in den Gully leere, wird das sicher nicht die Umwelt umbringen“, rechtfertigt sich der Umweltsünder und begeht den nächsten gravierenden Fehler. Mutter Erde stöhnt lauter und kämpft ums Überleben.
Was das mit dem Missionssonntag zu tun hat? Die Brücke ist einfach: Wenn wir es nicht schaffen, aus unserem kleinkarierten Denken auszubrechen, wenn wir das unheilsame Denken „Wir sind nur wir hier“ nicht auf den gesamten Globus ausweiten, werden wir auf unserem Planeten gar nichts zum Besseren verändern. Wir lassen den Dingen ihren Lauf, ihren Auslauf.
Das Zauberwort ist das globale „Wir“. Wir, die wir auf diesem Planeten gemeinsam unterwegs sind. Wir, die wir an Gott glauben, inklusive jener, die damit Schwierigkeiten haben. Wir, die wir an Jesus Christus, den eingeborenen Sohn Gottes, glauben, und jene, die das nicht tun. Alle sind wir! Und dieses „Wir“ beinhaltet die intuitive, selbstverständliche Bereitschaft einander zu helfen. Wir, die wir auf die Butterseite des Lebens gefallen sind, können unsere Dankbarkeit darüber mit einer herzhaften Spende für die Mission vortrefflich zum Ausdruck bringen. Wir, die Christinnen und Christen, für das Wir der gesamten Menschheit! Paul Sieberer

Autor:

Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt

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