Abschied vom Arbeitsleben
Ruhestand in Sicht

Teilnehmende bei einer Veranstaltung des Vereins „Kernland Waldviertel“.  | Foto: zVg
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Sich auf die Pensionierung vorzubereiten, macht Sinn. Mentaltrainerin Heidi Wurzer lädt zu einer geführten Wanderung ein, bei der man sich mit dem bevorstehenden Übergang beschäftigt.

Der Abschied vom Berufsleben und der Zeitpunkt sind (meist) nicht selbstgewählt: Umso wichtiger sei es, sagt Neuromentaltrainerin Heidi Wurzer, sich nicht als Opfer der Umstände zu fühlen, sondern Verantwortung für sein Leben zu übernehmen, bewusst Abschied zu nehmen und sich aktiv auf die neue Lebensphase vorzubereiten. Sie lädt ein zu einer Auszeit, in der sich die Teilnehmenden durch die Natur bewegen und sich innerlich mit Gefühlen und Themen rund um die bevorstehende Pensionierung beschäftigen (siehe Tipp unten).
Es gibt mehrere Faktoren, die den Arbeitsalltag im positiven Sinne ausmachen. Es gilt nun, sich zu fragen, was in der neuen Lebensphase an diese Stelle treten könnte.

Fünf Themen des Übergangs

Da ist zum einen die Strukturierung des Lebens: Das Zeit-Korsett des Arbeitsalltags, das man manchmal als einengend erlebte, hat auch Halt gegeben. Nun kann man den Wechsel von Tätig-Sein und Nichts-Tun selbst festlegen. So könnte man z. B. einen Wochenplan mit der Berufstätigkeit aufzeichnen und einen für die Pensionierung erstellen, den man daneben legt.

Im Berufsleben werden außerdem körperliche, geistige und soziale Fähigkeiten automatisch trainiert. Für diese Trainingsmöglichkeiten muss man nun selbst sorgen – auch um ein so genanntes „Bore-Out“, eine Unterforderung, zu vermeiden. Neue Anregungen zu finden, kann mitunter Anstrengung kosten.

Auch die Anerkennung, die man durch Arbeitskollegen sowie Kunden erhält, sollte man nicht unterschätzen. Vielleicht braucht es ein neues Betätigungsfeld, das Bestätigung schenkt und das Selbstwertgefühl stärkt. Über gemeinsame Interessen und Aktivitäten lassen sich soziale Kontakte am einfachsten knüpfen.
Die häufigeren Kontakte zum Partner bzw. zur Partnerin sowie die Rollenverteilung müssen nun neu gestaltet werden. Es geht darum, eine neue Balance zwischen Nähe und Distanz auszuloten. 

Tipp: Mag. Heidi Wurzer lädt ein zu einer geführten Wanderung zum Thema „Ruhestand in Sicht – ein Weg voller Fragen, Schritte und Gefühle“. Treffpunkt: Wohnzimmer am Wachtstein, Bad Traunstein. Eintritt frei! Anmeldung: Verein „Kernland Waldviertel“, Tel. 02872/200 79 40.
Freitag, 17. Oktober, 14.30–17 Uhr

Autor:

Patricia Harant-Schagerl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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