Papst Franziskus zum Weltfriedenstag am 1. Jänner
Dialog, Bildung und Arbeit für den Frieden

Der 1. Jänner wird in der Katholischen Kirche als „Welttag des Friedens“ begangen. Aus diesem Anlass hat Papst Franziskus eine Botschaft gesandt, wie der Frieden in der Welt gesichert bzw. aufgebaut werden kann.
von Gerald Heschl

Es ist keine positive Analyse, die Papst Franziskus am ersten Tag des Jahres zog: Der „ohrenbetäubende Lärm der Kriege und Konflikte“ verstärke sich, „während sich Krankheiten im Ausmaß von Pandemien verbreiten, sich die Auswirkungen des Klimawandels und der Umweltschäden verschlimmern“, so der Papst einleitend zu seiner Botschaft am Weltfriedenstag.Doch sieht Franziskus in diesen Entwicklungen keine Sackgasse, sondern zeichnet Wege, die aus der Krise führen können. Drei Säulen sind es, auf denen Papst Franziskus eine friedlichere Welt sieht: der Dialog der Generationen, Bildung und Arbeit. In diesem Zusammenhang spricht er von einer „Architektur des Friedens“, dessen Aufbau nur durch gemeinsame Anstrengungen erreicht werden kann.
Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie fordert der Papst einen „ehrlichen Dialog“, der „immer ein Grundvertrauen zwischen den Gesprächspartnern“ verlangt: „Dialog führen bedeutet anhören, sich auseinandersetzen, übereinkommen und miteinander vorangehen“, so Papst Franziskus. „Dies alles unter den Generationen zu fördern heißt, das harte und unfruchtbare Erdreich des Konflikts aufzulockern, um die Samen eines dauerhaften und gemeinsam vertretenen Friedens zu kultivieren.“
Gerade die gegenwärtigen Krisen – ob Pandemie oder Klimawandel – zeigten die Notwendigkeit des Zusammenspiels der Generationen, die „der technische und wirtschaftliche Fortschritt oft einander entfremdet hat“. Während die Jungen die „Weisheit und geistliche Erfahrung der Älteren“ brauchen, benötigen diese die Dynamik der Jugend.
Besonders heftig kritisiert Franziskus die Tatsache, dass viele Staaten die Bildungs-Investitionen reduzieren, während gleichzeitig die Militärausgaben „exorbitant zunehmen“. Denn, so der Papst, „die Investition in die Bildung und Erziehung der jüngeren Generationen ist der Hauptweg, um sie durch eine gezielte Ausbildung dazu zu befähigen, einen angemessenen Platz in der Arbeitswelt einzunehmen.“

Friedensfaktor Arbeit
Die Arbeit sei nämlich „ein unverzichtbarer Faktor für den Aufbau und die Erhaltung des Friedens“. Denn, so der Papst, „man arbeitet immer mit oder für jemand anderen. In dieser eindeutig sozialen Perspektive ist die Arbeit der Ort, an dem wir lernen, unseren Beitrag zu einer lebenswerteren und schöneren Welt zu leisten.“ Daher sei es „dringender denn je, weltweit annehmbare und menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu fördern“, betont Franziskus in seiner Friedensbotschaft. Und weiter: „Arbeit ist in der Tat die Grundlage, auf der Gerechtigkeit und Solidarität in jeder Gemeinschaft aufgebaut werden können.“

Autor:

Carina Müller aus Kärnten | Sonntag

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