Leserbriefe zur Aktion: Impfen im Dom
Impfstation in der Barbarakapelle

Michael Prüller hat recht. Der Dom ist ein heiliger Ort für die Glaubensgemeinschaft derer, die auf Gott vertrauen und - im Normalfall - nicht für die Glaubensgemeinschaft derer, die Impfungen als alternativloses Mittel gegen Covid ansehen und alle Nichtgeimpften als Volksfeinde diffamieren.

Die jetzt angebotenen Vaccins sind nützlich. Aber da noch nicht alle Wirkungen und Nebenwirkungen bekannt sind, ist es nicht verwunderlich, wenn selbst in Arztkreisen gewisse Vorbehalte bestehen. Und die katholische Kirche hat nicht im Dienst des Staates und der lautstarken Impfgläubigen zu stehen.

Dipl.-Ing. Josef Ruffer
Maria Enzersdorf

zum Artikel: Impfstation in der Barbarakapelle


Sehr geehrte Redaktion!

Ich kann den Leserbrief bezüglich der Impfung im Dom nicht verstehen! Wie kann es eine Entweihung der Kirche sein, wenn man darin etwas so Wichtiges und Gutes tut? Hat nicht auch Jesus im Tempel geheilt?

Ich vermute, Herr Hofbauer hat nicht, wie ich, eine liebe Freundin durch diese schreckliche Krankheit verloren oder um das Leben von Tochter und Schwiegersohn zittern müssen. Denn dann wüsste er, wie wichtig diese Impfung ist, egal ob sie in einer Kirche, einer Moschee oder einer Impfstation erfolgt.

Ich bin sehr froh, dass Kardinal Schönborn diesen Weiheraum zu Verfügung gestellt hat!

Mit freundlichen Grüßen

Brigitte Handler
Wien


Sehr geehrte Frau Lauringer!

Ich melde mich nun doch noch zum leidigen Thema "Impfung" zu Wort, nachdem die beiden genannten Herrn sich bemüßigt fühlten, nochmals in das derzeit praktizierte Jahrmarktgetue einer sogenannten Impfkampagne einzustimmen und es erneut religiös zu untermalen versuchen.

Der rührige Herr Diakon wird dabei gleich liturgisch. Der arme David dreht sich im Grab um, und Herr Prüller bemüht sgar den 1. Petrusbrief für die Impfeinigkeit und spricht gleichzeitig wie alle unbelehrbaren von Impfbefürwortern und Impfgegnern. Wer sagt ihm denn, dass jeder geimpfte ein Befürworter und jeder ungeimpfte ein Gegner der Impfung ist?

Mein erhobener Protest hat jedenfalls nichts mit der alten verkorksten Ideenecke eines frommen Andächtigen und Hardliners, wie der Herr Diakon in seinem gutgemeinten Sammelsurium an Weckrufen für die Kirche vermeinte, zu tun. Es gibt bekanntlich auch noch einen Karl Rahner, der Gott sei Dank, Frömmigkeit zeitlos anders sieht.

Und was die angesprochene Heilsamkeit betrifft, so wäre es für Lightliner möglicher Weise eine Überlegung wert, vor jedem ungenützten Seitenaltar einer Kirche eine Apotheke einzurichten.

Danke aber, geschätzte Frau Lauringer, für ihr Leitwort, welches in mir schöne und ähnliche Erinnerungen an meine eigene Schulzeit bei den Salvatorianern wachrief. Mein Pendant zu ihrer Frau Heinz war Pater Paulus, ebenfalls Geographieprofessor und unvergessen.

Mit Grüßen, derzeit aus Bad Tatzmannsdorf!
Hermann Hofbauer

Autor:

Sophie Lauringer aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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