Flüchtlinge
Engagierte Menschen und Der Hirtenhund bellt und appelliert

Sehr geehrte Frau Lauringer,

Afghanistan ist dieser Tage in aller Munde, die besorgniserregende Situation im Land, aber leider hier in Österreich finden es nicht alle selbstverständlich verfolgten und bedrohten Menschen hier Schutz zu gewähren. Afghanen und Flüchtlinge haben ein sehr schlechtes Image…

Ich habe 2015 als Diözesanangestellte (Katholische Frauenbewegung, mittlerweile in Pension) den damaligen Aufruf ernst genommen, bei der Betreuung der 22 Männer, die die Diözese damals aufgenommen hat (Stephansplatz 4) zu helfen.

Durch mein Mittun ist ein guter Kontakt zu einem der jungen Männer entstanden und meine Familie hat sich in Folge entschieden, ihn in unsere Familie aufzunehmen. Eine Freundin und ihr Mann haben ihm erfreulicherweise in ihrem Haus für 5 Jahre Unterkunft gegeben. Fawad war von Beginn an sehr fleißig, hat eifrig Deutsch gelernt und hat durch seine freundliche, hilfsbereite Art viele Kontakte knüpfen können. Mittlerweile hat er den Führer- und Staplerschein gemacht, sowie eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann absolviert, die Abschlussprüfung ist noch ausständig. Im März konnte nach mehr als 5 Jahren endlich seine Frau nachkommen, im Februar erwarten sie ihr erstes Kind.

Ich schreibe Ihnen das, weil ich denke, dass es dringend positive Geschichten, Erzählungen braucht, weil auch sie Realität zeigen.

Diese Geschichte zeigt auch, was aus der Hilfe der ED und dem Mittun mehrerer engagierter Menschen möglich ist – sie wäre es doch wert, darüber zu berichten!?!

Mit freundlichen Grüßen

Anni Van den Nest


Der Hirtenhund bellt und appelliert an die Welt:

Erschreckend ist die Situation in Afghanistan und das Verhalten der Supermacht USA, die sich sehr überstürzt und fast bedenkenlos aus dem Krieg nach 20 Jahren zurückgezogen hat. Ohne Rücksicht auf das arme, kriegsgeplagte Volk, das jetzt wieder von der Schreckensherrschaft der Taliban regiert wird. Eine Tragödie, die menschenverachtender nicht sein kann und die sich zum Glück in deutlich abgeschwächter Form in unserer krisengeschüttelten Welt, in einer Welt von großer Unmenschlichkeit in Politik, Wort und Gewalt widerspiegelt.

Der Hirtenhund wünscht sich für die Zukunft viele Menschen mit Herz.

Johannes Thallinger, 2601 Sollenau

Autor:

Sophie Lauringer aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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