Leserbriefe
Es steht uns nicht zu, zu richten

Über die Freigabe der Selbsttötung und Sterbehilfe, wird bei uns weiter heftig diskutiert. Unser Glaube, zum jüdisch-christlich, liebenden Gott, gebietet, uns nicht selbst zu töten oder wissentlich töten zu lassen. Das christliche Bekenntnis in Europa wird, geschätzt nur mehr von der Hälfte der Bevölkerung, angenommen, und nur etwa zehn Prozent davon feiern den Tag des Herrn. Der Rest gehört zu den nicht christlichen Religionen, Glaubenszweiflern und Glaubenslosen. So wundere man sich nicht, wenn die Freigabe der Sterbehilfe gefordert wird.
Darf in unserer Zeit, ein Staat mit so einer Struktur, von allen seinen Bürgern und Bürgerinnen daher verlangen, dass sie sich an bestimmte Gebote der Christen halten? Sind wir noch im Zeitalter der absoluten Herrscher und Diktatoren, die einst von ihren Untertanen den Glauben, den die Hoheiten lebten, verlangten? Ich erlebte auch noch, wie „Selbstmörder“ und ungetaufte Kinder, außerhalb der eingezäunten Friedhöfe, ohne geistlichen Beistand, verscharrt wurden.
Es steht uns Christen nicht zu, die Menschen, die die Freigabe der Sterbehilfe bejahen und ihre Angehörigen, die nach einem Freitodfall gebrochen sind, zu richten! Wir sollten besonders für Sterbehilfesuchende und ihre Angehörigen, und auch für uns immer wieder beten, dass ihnen und uns die Gnade des Glaubens geschenkt werde, dass es Gott gibt, und dass wir nach unserem Tode, in der Vollendung und Liebe Gottes, fortleben werden.

Willi Handler, Wr. Neudorf

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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