Indigene Völker
Sterben die Indigenen, dann stirbt die Lunge der Erde

Auch durch illegale Brandrodung ist der Lebensraum der Indigenen in Gefahr.
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Indigene Völker in Gefahr – das deutsche kirchliche Lateinamerika-Hilfswerk „Adveniat“ warnt.

Zum Internationalen Tag der indigenen Völker am 9. August hat das deutsche kirchliche Lateinamerika-Hilfswerk „Adveniat“ auf die prekäre Lage von Indigenen hingewiesen. Der Gedenktag müsse ein „Tag der Trauer und des Aufschreis sein“, erklärte Hauptgeschäftsführer Michael Heinz. „Indigene werden systematisch von ihren angestammten Territorien vertrieben, gesellschaftlich ausgegrenzt und gezielt ermordet.“
Partner von „Adveniat“ berichteten von einer zunehmenden Bedrohung. „Holzfäller, Goldsucher und Rinderbarone fühlen sich durch die Politik des rechtsextremen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro aufgefordert, immer weiter ins Amazonasgebiet vorzudringen“, so Heinz.
Aber auch in anderen Ländern würden Indigene als Hindernis für die Ausbeutung von Rohstoffen und die Nutzung ihrer Territorien für Palmöl, Zuckerrohr oder Sojaplantagen sowie Rinderweiden betrachtet und seien deshalb gefährdet.
Aus seiner Sicht spielen die ursprünglichen Völker außerdem eine entscheidende Rolle in der Klimakrise: „Die letzten intakten Regenwaldgebiete sind Territorien der indigenen Völker. Sterben die indigenen Völker, dann stirbt die Lunge der Erde.“
Michael Heinz verweist auf das Schlussdokument der Amazonas-Synode: „Die Kirche hat sich mit Papst Franziskus eindeutig als Verteidigerin der bedrohten Völker und der bedrohten Umwelt positioniert.“

KATHPRESS

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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