Kirche Steiermark
Gabe des Hörens
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Abtbenediktion im Stift St. Lambrecht.
„Höre“ lautet das erste Wort der Ordensregel der Benediktiner. Passend dazu wünscht Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl dem neuen Abt des Benediktinerstiftes St. Lambrecht, Alfred Eichmann, die „Gabe des Hörens“, um immer tiefer „Gottes Melodie zu entdecken“. Am Sonntag, 21. September, nahm Bischof Krautwaschl in der mit rund 900 Gästen vollbesetzten Stiftskirche die feierliche Abtbenediktion vor und überreichte dem neuen Abt unter anderem die Mitra, den Hirtenstab und einen Ring – seine Insignien, die äußeren Zeichen seines Dienstes.
Im Vorfeld der Benediktion erzählte Eichmann, wie sehr ihn das Vertrauen seiner Mitbrüder freue und berühre, nachdem sie ihn am 10. Juni diesen Jahres zum neuen Abt gewählt hatten. Im Wissen, von seinen Mitbrüdern angenommen zu sein, könne er dieses Amt gut annehmen. Mehr zu seiner Person in der letzten Ausgabe.
Der 50-Jährige folgte auf Abt Benedikt Plank, der mit dem Erreichen der Altersgrenze von 76 Jahren aus dem Amt ausschied. Eichmanns Amtszeit ist seinem Wunsch nach auf zunächst zwölf Jahre festgelegt.
Strahlende Kirche. Die Abtbenediktion fällt mit einem weiteren freudigen Anlass für das Stift zusammen: Die barocke Stiftskirche wurde in den vergangenen Monaten umfassend saniert. 50 Jahre nach der letzten großen Restaurierung wurden Altäre und Kanzel gereinigt und instand gesetzt, eine neue LED-Beleuchtung sowie eine moderne Lautsprecheranlage installiert. Auch der Volksaltar wurde neu positioniert und näher in Richtung Kirchenvolk verlegt. Damit entstand vorne mehr Platz, z. B. für Kinder zum Mitfeiern um den Altar, erklärt Prior Pater Gerwig Romirer. Die zu Ostern begonnenen Renovierungsarbeiten konnten termingerecht abgeschlossen werden, wobei laut Romirer die veranschlagten Kosten von rund 930.000 Euro unterschritten wurden. Sie werden von Stift, Pfarre, Diözese und Bundesdenkmalamt getragen, man hoffe noch auf Mitfinanzierung von Land und Gemeinde. Auch bei der Abtbenediktion konnte dafür gespendet werden.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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