Religion
Erste Theolympiade

Für Schülerinnen und Schüler gibt es einen Essay-Wettbewerb im katholischen Religionsunterricht.

Erstmals können sich Schülerinnen und Schüler des katholischen Religionsunterrichtes in den Diözesen Graz-Seckau, Wien, St. Pölten, Linz und Salzburg intellektuell und argumentativ im Rahmen eines Essay-Wettbewerbs messen. Initiiert wurde die erste „Theolympiade“ im Schuljahr 2020/21 vom Interdiözesanen Amt für Unterricht und Erziehung in Wien (IDA). Zielgruppe sind Schüler der 10. bis 13. Schulstufe, die „Freude an der argumentativen Auseinandersetzung mit zentralen und gesellschaftsbezogenen theologischen Fragestellungen“ haben. Thema des Wettbewerbs ist „Glaube und Vernunft – Widersacher oder Geschwister“.
Der Wettbewerb sucht dazu „exzellente und originelle Beiträge“ in Form eines Essays mit einem Umfang von maximal 15.000 Zeichen. Einreichfrist ist der 14. Februar 2021. Anschließend werden die Essays von einer Fachjury aus Wissenschaft und Journalismus bewertet. Die Gewinner sollen bei einer Festveranstaltung im Mai 2021 prämiert werden, sie erhalten Geldpreise und Büchergutscheine von bis zu 350 Euro.
Das Thema sei nicht zufällig gewählt, sei das Verhältnis von Glaube und Vernunft doch eine „Schlüsselfrage der Theologie“, erklärte die Theologin Marie-Theres Igrec, Projektleiterin der Olympiade. Es gehe um Fragen wie „Ist Glaube wirklich irrational?“ und „Ist nur wahr und vernünftig, was naturwissenschaftlich überprüft werden kann?“.
In der Unterrichtspraxis gebe es viele Schülerinnen und Schüler, „die mit beeindruckender Schärfe und Klarheit auf zentrale theologische, aber auch aktuelle gesellschaftsbezogene Fragestellungen zugehen und ein besonderes sprachliches Talent mitbringen“, erklärt IDA-Leiterin Andrea Pinz. Diesen jungen Menschen wolle man mit der ersten „Theolympiade“ eine Bühne bieten.
Info: www.schulamt.at/theolympia

Autor:

Florian Heckel aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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