Leib und Seel’ stärken

In der adaptierten Küche des Marienstüberls bedankte sich Hans Roth (2. v. l.) für die „Freunde des Marien-stüberls“ mit Überraschungsgast August Schmölzer (2. v. r.), Bischof Wilhelm Krautwaschl (r.) und Franz Waltl (l.) von der Caritas bei den zahlreichen Spendern.
  • In der adaptierten Küche des Marienstüberls bedankte sich Hans Roth (2. v. l.) für die „Freunde des Marien-stüberls“ mit Überraschungsgast August Schmölzer (2. v. r.), Bischof Wilhelm Krautwaschl (r.) und Franz Waltl (l.) von der Caritas bei den zahlreichen Spendern.
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Zum Baustellen-Frühstück lud das Marienstüberl anlässlich eines notwendigen Umbaus.

Das Marienstüberl der Caritas in Graz ist eine Begegnungsstätte für Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen. Es ist gelungen, diesen Treffpunkt zur Heimat vieler bedürftiger Menschen werden zu lassen. Täglich werden hunderte Personen von Schwester Elisabeth und ihrem Team mit heißen Mahlzeiten, einer warmen Stube und einem offenen Ohr versorgt. Und jeden Tag werden es mehr.
Kürzlich musste das Marienstüberl adaptiert und umgebaut werden, um die Lebensmittelausgabe, die vor allem seit der Corona-Pandemie sehr angenommen wird, noch besser organisieren zu können. Viele steirische und Grazer Unternehmen haben mit ihrer fachlichen Kompetenz, aber auch finanziell diesen Umbau unterstützt. Mit der Einladung zum Baustellen-Frühstück mit Bischof Wilhelm Krautwaschl, das dann corona-bedingt ohne Verköstigung über die Bühne gehen musste, wurde den Spendern für ihre großherzige Unterstützung gedankt.
Als Überraschungsgast kam Schauspieler August Schmölzer, Musikalisches steuerte Lucia Froihofer von der neuen Hofkapelle Graz bei, und der Verfasser des Marienstüberlkochbuchs und renommierte Koch Lorenz Kumpusch versorgte die Gäste mit Genussvollem in Gläsern aus seiner eigener Produktion „Gaumengut“. Hans Roth dankte für die „Freunde des Marienstüberls“ den Unternehmern für ihre Unterstützung, und Bischof Krautwaschl lobte das karitative Engagement der Firmen in diesen schwierigen Zeiten.
Mit dem Umbau ermöglicht das Marienstüberl ein neues Füreinander: Firmen, Vereine, Lesekreise und andere Gruppen sind eingeladen, in der Küche den Kochlöffel für die Marienstüberl-Familie zu schwingen: „Wenn Sie es sich zutrauen, für 200 Menschen Speisen zuzubereiten, melden Sie sich. Aber keine Angst – jeder Gruppe steht ein Koch oder eine Köchin an der Seite. Der Erfolg ist also sicher. Genauso wie unsere Dankbarkeit und jener, denen Sie Leib und Seel‘ stärken!“
Denn „der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.“ Diese Botschaft aus dem Matthäus-Evangelium bestätigt sich im Marienstüberl Tag für Tag. Den Menschen, die hier herkommen, fehlt es an allen Ecken und Enden. Viele haben den Anschluss an ihre Familie verloren. Oft, weil sie ihren Lieben nicht zur Last fallen wollen. Ihre Freundschaften verdünnen sich, weil sie sich das soziale Miteinander nicht mehr leisten können. Im Marienstüberl finden sie wieder Geborgenheit.

Das Marienstüberl

365 Tage Begegnungsstätte
Weil Liebe bekanntlich durch den Magen geht, spielt das Kulinarische eine zentrale Rolle im Marienstüberl. An 365 Tagen im Jahr werden hier Menschen mit einem Frühstück begrüßt, am Vormittag mit einer Jause gestärkt. Täglich gibt es warmes Mittagessen und im Winter nachmittags Tee und Imbiss. 2019 wurden 55.000 Mittagessen gekocht und ausgegeben und 9300 Essenspakete an Familien in Not verteilt
Unterstützt wird das Team von 100 Freiwilligen. Sie schlichten, raspeln, kochen und geben Essen aus. Darüber hinaus bringen sie Impulse, Spaß und Anregung in den Speisesaal. Immer wieder sind sie Motor für Aktivitäten mit unseren Gästen.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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