17. Sonntag im JK: Kan. em. Norbert Burmettler
Beten - sich auf Gott hin ausrichten

Beten ist ein wichtiger Teil unseres Alltages, ein christlicher Lebensstil, nicht eine Draufgabe unserer Beschäftigungen.      | Foto: etonastenka – stock.adobe.com
  • Beten ist ein wichtiger Teil unseres Alltages, ein christlicher Lebensstil, nicht eine Draufgabe unserer Beschäftigungen.
  • Foto: etonastenka – stock.adobe.com
  • hochgeladen von Kirche bunt Redaktion

Herr, lehre uns beten!“ – So haben die Jünger den Herrn gefragt. Jesus gibt ihnen dafür verschiedene Impulse. Das Sonntagsevangelium (Lk 11,1-13) berichtet, mit welcher Einstellung man beten soll. Jesus stellt das Vaterunser-Gebet als Modell vor.

Beten ist ein wichtiger Teil unseres Alltages, ein christlicher Lebensstil, nicht eine Draufgabe unserer Beschäftigungen. Mit einem „hörenden Herzen“ soll man sich dem Herrn persönlich anvertrauen und gleichzeitig die großen Anliegen der Kirche und die aktuellen Ereignisse der Welt mit ins Gebet nehmen. Im Vaterunser betet man zu Gott als guten Vater, der für uns alle da ist. Im Alten Testament gibt er Mose beim brennenden Dornbusch seinen Namen bekannt: „Jahwe – Ich bin da, für euch!“

Abraham bestürmt den Herrn, die sündhaften Menschen von Sodom nicht zu vernichten (1. Lesung: Gen 18,20-32). Auch der Name „Jesus“ – „Retter“ drückt die Liebe Gottes aus.

Beten bedeutet Anbetung: „Geheiligt werde dein Name“. Wir sollen nicht weltlich leben, sondern uns auf Gott hin ausrichten. Eigentlich braucht er nicht unser Gebet, aber uns bringt es Segen und Heil.

„Dein Reich komme“: Es hat mit Jesus angefangen, ist aber noch nicht vollendet. Wir sollen beitragen, dass es in aller Welt erfahrbar wird. Das geschieht z. B. durch soziale Aktionen der Caritas und die weltweite Christophorus-Aktion, um die Not in verschiedenen Kontinenten zu lindern. Treffend hat die heilige Mutter Teresa aus Kalkutta gesagt: „Seid lebendiger Ausdruck der Güte Gottes. Gebt den Menschen nicht nur Fürsorge, sondern euer Herz.“

Auf das viele Gute schauen
In seinem Schreiben für das Heilige Jahr sagte Papst Franziskus: „Wir müssen auf das viele Gute in der Welt schauen, um nicht in die Versuchung zu geraten, das Böse und die Gewalt für übermächtig zu halten. Gehen wir einen geistlichen Weg der Unterscheidung, die in der Anbetung, im Gebet und im Kontakt mit dem Worte Gottes stattfinden soll.“

Geben wir durch unser Leben und unser Gebet den Menschen in ihren verschiedenen Situationen Hoffnung, ganz gleich, welcher Altersstufe, Nation oder Religion.
Im päpstlichen Schreiben werden auch die Senioren erwähnt. Das passt genau für Sonntag, 27. Juli, dem Welttag der Großeltern und älteren Menschen. Papst Leo weist hin, dass Großeltern oftmals Vorbilder des Glaubens sind, des sozialen Engagements und der Beharrlichkeit in Prüfungen.
Papst Franziskus schrieb bei seinem letzten Krankenhausaufenthalt: „Unser Leib ist zwar schwach, aber uns kann nichts daran hindern, zu lieben und zu beten.“

„Wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet.“

Der Herr hat immer Menschen im fortgeschrittenen Alter in seine Heilspläne einbezogen, z. B. Joachim und Anna, die Eltern von Maria. Besonders hingewiesen sei auf Simeon und Hanna. Ihr Gebet und ihr Fasten wurden erhört, als Maria und Josef das göttliche Kind in den Tempel gebracht hatten. Papst Leo fordert uns auf, sich stets im Gebet und in der heiligen Messe zu erneuern.

In unserer Diözese gibt es seit vielen Jahren die Seniorenpastoral. Das diözesane Team versucht mit Veranstaltungen und Impulsen sich für die Anliegen der Senioren einzusetzen. In vielen Pfarren gibt es Seniorenrunden, die mit Kreativität und spiritueller Tiefe gestaltet werden.
Abschließend die zentrale Aussage des Vaterunsers: „Dein Wille geschehe!“ Im persönlichen Leben, im Leben der Kirche und in der Gesellschaft soll der Wille des Herrn bestimmend sein. Den eigenen Willen durchzusetzen ist nicht zielführend und bringt meistens Enttäuschung.

Der Güte des Herrn müssen wir die Bitte um das tägliche Brot anvertrauen, die Vergebung der Schuld, die Kraft zum Verzeihen und die Bitte, vom Bösen bewahrt zu werden.
Vertrauen wir auf die Verheißungen des heutigen Sonntagsevangeliums: „Wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet.“

Autor:

Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by PEIQ