Mein Hobby: Kaplan P. Yohanu Kat­ru
Eierlikörmachen: Ins „Geheimnis“ eingeweiht

P. Yohanu Kat­ru und Grete Strauß
  • P. Yohanu Kat­ru und Grete Strauß
  • Foto: zVg
  • hochgeladen von Wolfgang Zarl

„Die österreichische Küche und deren Spezialitäten habe ich schnell schätzen gelernt“, erzählt Pater Yohanu Kat­ru, der seit 2016 in Steinakirchen als Kaplan tätig ist. „Ein geistiges Getränk, den Eierlikör, habe ich besonders schätzen gelernt“, schmunzelt der gebürtige Inder. Da er davon so begeistert war und Eierlikör leicht herzustellen ist, wurde er von Grete Strauß in dieses Küchengeheimnis eingeweiht (siehe Bild), damit er den Likör überall anders auch herstellen kann.

P. Yohanu stammt aus dem indischen Bundesstaat Andhra Pradesh (Diözese Eluru) und gehört dem Orden der Missionare des Glaubens an. Der 41-Jährige ist mit seiner Heimat sehr verbunden. Die Pfarren in Indien seien viel größer, der prozentuelle Anteil der Katholiken in seinem Bundesland betrage zwar nur 1,7 Prozent, das seien aber 1.182.000 Menschen, gibt er einen Einblick. Wenn Katru seine Heimat besucht, genießt er nicht nur den Urlaub, denn seine Angehörigen erwarten den Steinakirchner Kaplan immer schon, damit er die Sakramente spendet: Z. B. gibt es bis zu 60 Taufen an einem Tag oder Erstkommu­nionfeiern mit 2000 Gläubigen. Das Chris­tentum sei im Aufbau, der Kap­lan unterstützt in verschiedenen Orten den Bau von Kirchen.

Weil Pater Yohanu als herzlicher und humorvoller Mensch gilt, lernte er sehr schnell die Menschen kennen – und auch die von den Pfarrangehörigen hergestellten lukullischen Köstlichkeiten. „Da er selber sehr gerne indische Gerichte kocht, war es leicht, ihn zu überreden, die Herstellung von Eierlikör zu lernen“, erzählt Grete Strauß. Der Priester sei sehr erstaunt gewesen, „denn nach kurzer Zeit war der Likör fertig und konnte sofort verkostet werden“. Er fand großen Anklang im Pfarrhof und so wurde bald eine weitere Flasche befüllt. Nach der Fastenzeit werde man wieder ein Gläschen Eierlikör genießen, lacht der Kaplan. Das „Rezeptgeheimnis“ geben er und Frau Strauß den „Kirche bunt“-Lesern gerne weiter:

Zutaten: 5 Dotter, 1 P. Bourbon Vanille Zucker, 1/4 kg Staubzucker, 1/4 l Schlagobers, 1/8 l pasteurisierte Milch, 1/8 l Weingeist (keinen niedrigprozentigen Alkohol verwenden, da er sich sonst nicht hält), 1 Stamperl Inländer Rum.
Zubereitung: Dotter mit Vanille, Zucker und Staubzucker sehr cremig rühren, dann Schlagobers und Milch beifügen und gut durchrühren. Zum Schluss den Weingeist und Rum dazugeben und in Flaschen abfüllen.
Mein Hobby“ ist eine Reihe von Kirche bunt, in der außergewöhnliche Talente und interessante Hobbys von kirchlichen Persönlichkeiten vorgestellt werden.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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