Tag des Geweihten Lebens
Ordensfrauen – ganz nah am Evangelium
- hochgeladen von Wolfgang Zarl
Rund um den 2. Februar – dem Fest Darstellung des Herrn – feiert die Kirche den Tag des Geweihten Lebens und drückt so ihre Wertschätzung für die Ordensleute aus. In Erla feierten die diözesanen Frauenorden diesen Tag.
Es ist ein Beispiel, wie nah die Ordensleute am Evangelium leben und vielen sind sie ein Vorbild: Am Wochenende sammelten die beiden Amstettner Franziskanerinnen Sr. Cornelia Waldbauer und Sr. Irene Huber für die Hilfsorganisation ORA großartige 144 Bananenschachteln an Lebensmitteln und Hygieneartikeln unter dem Motto „Kaufe mehr und schenk es her“ in einem Supermarkt. Die Sammlung kommt armen Menschen in Osteuropa zugute. Zusätzlich nutzten Kunden die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch.
277 Ordensangehörige in Diözese
Die Frauenorden wirken in unserer Diözese vielfältig: Sie arbeiten in der Pfarrseelsorge, in Bildungseinrichtungen, als Missionarinnen oder widmen ihr Leben dem Gebet. In der Diözese wirken fünf weibliche Ordensgemeinschaften mit 75 Angehörigen. Rechnet man die 20 männlichen Ordensgemeinschaften hinzu, gibt es 277 Ordensangehörige. In der Diözese St. Pölten gibt es an elf Ordensschulstandorten 30 Ausbildungsformen mit 5069 Schülerinnen und Schülern.
Generaloberin Sr. Franziska Bruckner, stv. Vorsitzende der Diözesankonferenz der Ordensgemeinschaften, sagt: „Die lebensspendende Gottverbundenheit, die wir als geistliche Menschen in unterschiedlichen Formen leben, gibt uns die Freiheit, für die Menschen in ihren vielfältigen Nöten, Sorgen und Hoffnungen dazu sein.“ Der Tag des Geweihten Lebens schenke die Zeit, dieser Gottverbundenheit „intensiv nachzuspüren, um so mit neuer Kraft, mit Mut, Kreativität und Hoffnung dem Frieden im Kleinen wie im Großen zu dienen“. Gott lade dazu ein, „mit ihm verbunden dem Leben zu trauen“.
Frauenorden-Zusammenkunft in Erla
Alle zwei Jahre treffen sich die weiblichen und männlichen Ordensgemeinschaften rund um den Tag des Geweihten Lebens. Jedes Jahr kommen nur die Frauengemeinschaften zusammen. Heuer luden die Marienschwestern von Erla dazu ein. Ordensfrauen aus Hürm, Neustadtl/Donau, Maria Jeutendorf, Amstetten, Langenlois oder Zwettl nahmen daran teil. Der von Sr. Huberta Rohrmoser angeführte Tanz zeugte von der Lebensfreude der Ordensfrauen. Weiters gab es regen Austausch sowie eine feierliche Vesper in der hauseigenen Kapelle mit Lichterprozession. Dabei erneuerten sie ihre Gelübde der Armut, des Gehorsams und der Keuschheit.
Bischofsvikar P. Antonio Sagardoy, zuständig in der Diözese für die Frauenorden, würdigte die verschiedenen Charismen der Gemeinschaften und freute sich über die Begegnung: „Beim Tag des Geweihten Lebens wird Einheit in Vielfalt gelebt, der Tag ist ein schönes Zeichen tiefgründiger Spiritualität!“
Sr. Huberta Rohrmoser erzählte den Frauen von der Spiritualität der Marienschwestern in Erla: Diese ist geprägt von Teresa von Avila und Johannes vom Kreuz. Außerdem halten drei Schultypen im Haus die Ordensfrauen auf Trab. Sr. Huberta bietet Interessierten meditativen Tanz an. Dieser ist eine „Form des Gebets, bei der wir mit Leib, Seele und Geist vor Gott da sind. In den Gesten, Gebärden und Schritten bringen wir zum Ausdruck, was uns bewegt. Dabei richten wir uns auf die Mitte hin aus, auf Gott, dem wir beim meditativen Tanz mit allen Sinnen, mit unserem ganzen Sein begegnen.“ Und weiter: „Diese Tänze dürfen uns gut tun, sie lassen uns frei, heiter und besinnlich da sein“ – es passte am Tag des Geweihten Lebens perfekt für Lebensfreude.
Ermutigung zu prophetischem Leben
Papst Leo XIV. hat Ordensleute zu einem prophetischen Leben ermutigt. In einer Gesellschaft, in der Glaube und Leben sich immer mehr voneinander zu entfernen scheinen, sollten sie bezeugen, „dass Gott in der Geschichte als Heil aller Völker gegenwärtig ist“, sagte der Papst in seiner Botschaft zum 30. Welttag des Geweihten Lebens.
Autor:Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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