Waldviertler Pfarrkirchen feierten Jubiläen
150 Jahre Heinrichs und 350 Jahre Niedernondorf

Niedernondorf
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Die Pfarre Niedernondorf beging am Pfingstmontag ihr 350-Jahr-Jubiläum der Pfarrkirche. Mit den vielen Gläubigen feierten Altbischof Klaus Küng, Pfarrmoderator Isaac Padinjarekuttu und Diakon Hermann Dornhackl. Besonders beeindruckend war der Einzug der Katholischen Jungschar, die Bausteine brachte: als Symbol, dass an einer lebendigen Kirche weitergearbeitet wird. In der kleinen Pfarre bemühen sich viele um die Weitergabe des Glaubens. Bemerkenswert ist neben der Jungschar auch die diözesanweit außergewöhnlich hohe Beteiligung an den Pfarrgemeinderatswahlen.

Das war auch Altbischof Küng ein großes Anliegen. Die Kirche sei ein Haus, das Halt gebe, von Jung und Alt getragen werden müsse und vor allem ein Ort des Gottesdienstes sei, wo Jesus vergegenwärtigt werde. Kirche könne aber nur lebendig sein, wenn auch in den Haushalten und in den Familien der Glaube gelebt wird. Es sei wichtig, dass die Kirche im Dorf mit Leben erfüllt ist.

Pfarrvertreter Franz Seper erinnerte daran, dass bereits etwa 25 Generationen in Niedernondorf Gottesdienst feiern. Das sei ein Grund dankbar zu sein. Mit dem Fest, so Seper, wollte man an die Wurzeln erinnern und „woher wir kommen“.

Es wurde auch schwerer Zeiten gedacht, die Niedernondorf heimsuchten, etwa durch Hungersnöte und Kriege. Aus Anlass des 350-Jahr-Jubiläums wurde auch eine Festschrift herausgegeben.

Bereits um 1300 gab es eine Kapelle. Die Kirche war ursprünglich ein mittelalterlicher Bau und wurde urkundlich 1407 zur Pfarrkirche erhoben. In den Jahren 1674 bis 1676 wurde die Kirche unter Beibehaltung des frühgotischen Kirchturmes nach Plänen von Georg Wolff neu errichtet. Bis in die 1970er-Jahre stand die Kirche immer unter dem Patronat des jeweiligen Schlossherren auf Schloss Niedernondorf.

150 Jahre Pfarrkirche Heinrichs

Mit einem Festgottesdienst wurde das 150-jährige Bestehen der Pfarrkirche Heinrichs bei Weitra (Gemeinde Unserfrau-Altweitra) gefeiert. Der heiligen Messe standen Altabt Ambros Ebhart und Pfarrmoderator Eugeniusz Warzocha vor. Der frühere Benediktinerabt von Kremsmünster ist ein gebürtiger Heinrichser.

Die ehemalige kleine Kirche des Ortes hatte zu wenig Platz für die 650 Bewohner des Ortes, so begann man bereits 1859 über eine Erweiterung nachzudenken und später über einen Neubau. Am 15. September 1872 erfolgte schließlich der Spatenstich. An die 20 Steinmetze und Maurer haben an dem Bau gearbeitet, welche die Fertigstellung des Kirchenbaus in drei Jahren ermöglichten. Am 7. Oktober 1875 wurde das Gotteshaus geweiht. Der einschiffige Bau ist im neugotischen Stil mit heimischen Granitquadern – nach Plänen von Hermann Schneider – errichtet und steht beeindruckend am Fuße des Mandelsteins.

Niedernondorf
Heinrichs bei Weitra | Foto: Karl Tröstl
Niedernondorf
Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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