Begegnungstage im Dekanat Lilienfeld
Berührendes Gedenken an Kardinal König
- hochgeladen von Wolfgang Zarl
Es war ein berührender Nachmittag im Pfarrsaal von Rabenstein: Im Rahmen der diözesanen dreiwöchigen Begegnungstage im Dekanat Lilienfeld tauschte man bei Kaffee und Kardinalschnitten Erinnerungen über den aus dem Pielachtal stammenden Kardinal Franz König (1905–2004) aus. Die „Tut gut“-Gruppe ist eine monatliche Zusammenkunft von Pensionisten, die Eva Winter vorbereitet. Die Idee zum König-Schwerpunkt kam von Pastoralassistentin Andrea Stuphann. Seine „Bescheidenheit, Unkompliziertheit und Ehrlichkeit“ haben den Weggefährten des gebürtigen Rabensteiners am meisten imponiert.
Bischof Schwarz: Verdanke Kardinal König viel
Bei den Begegnungstagen hat die Bevölkerung die Möglichkeit, sich mit der Diözesanleitung auszutauschen. Bischof Alois Schwarz erzählte auch von seinen Begegnungen mit dem Kardinal, dem er „viel zu verdanken“ habe. König hat den jungen Alois Schwarz gefirmt und ihn als Assistenten an die Universität Wien geholt. Weiters ist der weltweit bekannte Kirchenmann König jedes Jahr nach Kärnten, wo Schwarz vor seiner Zeit in St. Pölten gewirkt hat, auf Urlaub gekommen. Bischof Schwarz erinnerte daran, dass König das Zweite Vatikanische Konzil mitgeprägt hat und er hatte viele heikle Missionen – etwa in Osteuropa – und Herausforderungen zu meistern. Trotz Königs internationalen Wirkens war er tief verwurzelt in seiner Heimat im Pielachtal, diese hat ihn stark geprägt.
Diese Verbundenheit haben ihm die Menschen auch später noch gedankt: u. a. mit den hochkarätigen Kardinal König-Gesprächen sowie einem Gedenkraum. Seine Besuche im Rabenstein oder Kirchberg/Pielach, wo er zur Schule gegangen ist, seien für viele „Höhepunkte“ im Leben gewesen.
Gedicht von Leopoldine Krickl
Der berührendste Moment des Nachmittags war, als Leopoldine Krickl – die am 9. März ihren 101. Geburtstag gefeiert hat – ihr Gedicht von der Primizfeier von Franz König im Jahr 1933 (!) wiederholte und von ihren Erinnerungen erzählte. Als kleines Mäderl trug sie den Polster mit priesterlichen Utensilien und wurde als Nachbarskind auserkoren, das Gedicht aufzusagen. Bischof Schwarz segnete anschließend Frau Krickl.
Autor:Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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