Wichtiger Einsatz in der Gesellschaft
70 Jahre Katholische Arbeitnehmerbewegung
- hochgeladen von Wolfgang Zarl
Mit einem großen Fotorückblick startete das 70-Jahr-Jubiläum der Katholischen Arbeitnehmer/innenbewegung (KAB) der Diözese St. Pölten im Pfarrsaal St. Valentin, an dem auch Reinhard Länger, Vorsitzender der Katholischen Aktion der Diözese St. Pölten, teilnahm.
Dabei erinnerte die KAB an zahlreiche Sternstunden. Einige Beispiele: der eng mit der KAB verbundene Papst Leo-Preis; 30 Jahre Sommerakademie in Gaming, bei der sich kirchliche und nichtkirchliche Arbeitnehmer austauschen; Einsatz für arbeitslose Menschen, für Menschen mit Behinderung und gerechte Löhne; Mitwirken in der Allianz für den freien Sonntag sowie in der NÖ-Armutskonferenz; heilige Messen an außergewöhnlichen Orten in der Arbeitswelt (Steinbruch oder Recycling-Firma); Karfreitagsgedenken zur Todesstunde Jesu usw.
Zentral sind weiters die vielen Begegnungen mit Menschen aus der Arbeitswelt, bei Betriebsbesuchen wurden jene erreicht, die nichts mit Kirche zu tun hatten. Das Verhältnis Kirche und Arbeiterschaft war lange zerrüttet, die KAB hat die wichtige Rolle des Brückenbaus übernommen.
Franz Sedlmayer wiedergewählt
Bei der Diözesankonferenz in St. Valentin stellte sich – erfolgreich – Franz Sedlmayer (Bild 4. v. l.) der Wiederwahl als Vorsitzender. Seine Stellvertreterinnen sind Regina Aigner-Zahler und Ivanka Vukas (ausständig ist noch die Zustimmung des Bischofs). Sedlmayer betonte, die Katholische Arbeitnehmer/innen-Bewegung wolle sich weiter „kraftvoll und lebendig in die Gesellschaft einbringen“. Weiters wurde die neue Website gute.arbeit.at präsentiert, die die KAB St. Pölten gemeinsam mit der Betriebsseelsorge sowie mit der Papst Leo-Stiftung betreut.
Werben für Demokratie
Für die anschließenden Mostviertler Gespräche konnte mit Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) ein Regierungsmitglied als Referentin gewonnen werden. Sie fühle sich der KAB verbunden, sagte sie und verwies darauf, dass die Sozialdemokratie die Werte der Katholischen Soziallehre teile. Die Politikerin gab Einblicke in die Regierungsarbeit und warb für die Demokratie. Sie bedauerte, dass es den Volksparteien nicht gelungen sei, der politischen Hetze von links und rechts energisch genug gegenzuhalten. Da müsse man lauter werden und als Menschenfreunde Antworten geben. Königsberger-Ludwig würdigte die Bundesverfassung sowie die Stärke der Institutionen.
Die Teilnehmer an den Mostviertler Gesprächen waren sich mit Königsberger-Ludwig einig, dass es gelte, den Gegnern der bewährten Demokratie gegenzuhalten. Der bekannte „Rote Kaplan“ und KAB-Veteran Franz Sieder gab außerdem die Forderung mit, dass immer darauf geachtet werden müsse, „Politik für die Schwächsten zu machen“.
Autor:Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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