Tagung der Seniorenpastoral in St. Pölten
Einsamkeit im Alter

Symposium u. a. mit Edith Habsburg-Lothringen, Vorsitzende der diözesanen Seniorenpastoral (3. v. l.), und Referent Notker Wolf (4. v. l.) im Bildungshaus St. Hippolyt.
  • Symposium u. a. mit Edith Habsburg-Lothringen, Vorsitzende der diözesanen Seniorenpastoral (3. v. l.), und Referent Notker Wolf (4. v. l.) im Bildungshaus St. Hippolyt.
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Wenn jungen Menschen schon früh der Wert der Gemeinschaft gelehrt wird, dann gehen sie später eher auf Menschen zu als auf Handys. Das ist schon eine Erziehungsfrage“, war ein Resümee von Notker Wolf, der früher als Abtprimas der weltweit oberste Benediktiner war und in der Abtei St. Ottilien (Bayern) lebt. Er war Referent beim Symposium „Wenn Alter einsam macht …“ der österreichischen ARGE Altenpastoral im St. Pöltner Bildungshaus St. Hippolyt. Diese fand am 9. 11. online und in Präsenz statt. Weitere Referentin war Elisabeth Pilz, Seel­sorgerin in der evangelischen Kirche. Sie plädiert u. a. für verstärkte Investitionen in Mehrgenerationenwohngemeinschaften. Die einzelnen Diözesen haben dabei ihren Zugang und ihre Projekte zum Thema Einsamkeit mittels Kurzfilmen gezeigt.

Notker Wolf wies darauf hin, dass Einsamkeit mitunter auch selbst gemacht sein könne. Er plädierte zu mehr Gelassenheit im Leben. Bewundernswert sei, wie zahlreiche Menschen tagtäglich mit Freude und vor allem mit viel Liebe damit beschäftigt sind, Menschen aus ihrer Isolation zu holen und für sie da sind. Junge Menschen würden oft liebevoll ältere Menschen betreuen oder ihnen geduldig Neue Medien am Handy erklären. Auch Haustiere seien für viele einsame Menschen hilfreich.

„Mit zunehmendem Alter werden die körperlichen Gebrechen häufiger, Freunde sterben, Besuche werden weniger. Man beginnt sich zu verkriechen und es besteht die echte Gefahr, zu vereinsamen. Alter ist aber nicht nur Schicksal, sondern bedarf auch einer Vorbereitung durch unser ganzes Leben. Altern muss man lernen. Es bedarf einer gewissen Vorbereitung: das Ja zur Veränderung unseres Körpers, unseres Geistes“, so Notker Wolf.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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