Gedanken zum Evangelium: 2. Sonntag nach Weihnachten
Und das Licht leuchtet in der Finsternis

„Und das Licht leuchtet in der Finsternis“ – Menschwerdung heißt für mich, dass Gott sich auf all diese Zwischentöne einlässt und dass er großzügig sein Licht leuchten lässt – über mir, mit all den vielfältigen Facetten meines Lebens und über meinen Mitmenschen so, wie sie eben sind.
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  • „Und das Licht leuchtet in der Finsternis“ – Menschwerdung heißt für mich, dass Gott sich auf all diese Zwischentöne einlässt und dass er großzügig sein Licht leuchten lässt – über mir, mit all den vielfältigen Facetten meines Lebens und über meinen Mitmenschen so, wie sie eben sind.
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Kurz gesagt bedeutet die Botschaft von Weihnachten für mich: Ich darf mich vom Licht des Kindes in der Krippe anstrahlen lassen – und das Licht gilt nicht nur mir, sondern allen Menschen.

Für mich gehört dieses Evangelium ganz fest zur festlichen Messe am Christtag. Als kleiner Ministrant habe ich die Worte nur begrenzt verstanden, aber die poetische Kraft des Textes hat mich immer schon fasziniert. Schön, dass wir es zur Wiederholung nochmals an diesem Sonntag hören.

Der Logos, der in dem Menschen Jesus von Nazareth in unser Menschsein eintaucht, fasziniert Menschen und findet bei ihnen Anklang und Aufnahme und stößt bei anderen auf Ablehnung. Von der Geburt an durchzieht diese Spannung das ganze Leben Jesu. Ich spüre diese Spannung auch in meinem eigenen Leben. Da gibt es die Seiten, wo mir der Glaube viel Freude bereitet, wo ich mir leicht tue, ihn aufzunehmen, wo ich Freude dabei spüre und Leichtigkeit. Und da gibt es die Seiten, wo es mir schwer fällt, ihn zu erkennen, wo ich eher in meiner Welt und meinem Denken gefangen bleibe.

Mein Leben ist nicht schwarz oder weiß, sondern da gibt es ganz viele Nuancen und Zwischentöne und bei den Menschen, mit denen ich es zu tun habe, erlebe ich es ähnlich: Die wenigsten sind einfach nur gut oder nur schlecht, die meisten haben ihre liebenswerten Seiten und jene Aspekte, die mitunter sehr herausfordernd sein können.

„Und das Licht leuchtet in der Finsternis“ – Menschwerdung heißt für mich, dass Gott sich auf all diese Zwischentöne einlässt und dass er großzügig sein Licht leuchten lässt – über mir, mit all den vielfältigen Facetten meines Lebens und über meinen Mitmenschen so, wie sie eben sind.

Die Botschaft von Weihnachten ist dann zu allererst: Ich darf mich dem Licht aussetzen, darf in der Nähe jenes Lichtes sein, das in der Finsternis leuchtet, darf meine eigenen dunklen Seiten von diesem Licht erhellen lassen, darf mich anstrahlen lassen vom Kind in der Krippe und darf darauf vertrauen (oder mich auch davon herausfordern lassen), dass dieses Kind mit seinem Licht auch für alle anderen Menschen mit derselben Liebe und Großzügigkeit da ist.

Das ist für mich ein tröstliches Bild für Kirche: Dass sie ein Ort ist, der Menschen dazu hilft, dieses tröstende, heilende, ermutigende Licht Gottes auf ihrem Leben zu entdecken. Es geht nicht darum, dass wir perfekt sind, sondern wir werden heilig, weil sein Licht uns anstrahlt, sodass wir uns für ihn öffnen können und entdecken, dass wir Gottes geliebte Töchter und Söhne sind.

Impulse

Inspiriert vom Evangelium

  • In welchen Bereichen ersehne ich für mich ganz besonders dieses Licht, das in der Finsternis leuchtet?
  • Welche Menschen in meinem Umfeld möchte ich ganz besonders in dieses Licht hineinstellen (weil ich sie mag oder weil ich mir besonders schwer tue…)
  • Ich setze mich zur Krippe und lasse mich vom Kind in der Krippe anlächeln, spüre das Licht, das von ihm ausgeht….
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„Und das Licht leuchtet in der Finsternis“ – Menschwerdung heißt für mich, dass Gott sich auf all diese Zwischentöne einlässt und dass er großzügig sein Licht leuchten lässt – über mir, mit all den vielfältigen Facetten meines Lebens und über meinen Mitmenschen so, wie sie eben sind.
„Und das Licht leuchtet in der Finsternis“ – Menschwerdung heißt für mich, dass Gott sich auf all diese Zwischentöne einlässt und dass er großzügig sein Licht leuchten lässt – über mir, mit all den vielfältigen Facetten meines Lebens und über meinen Mitmenschen so, wie sie eben sind.
Autor:

Markus Beranek aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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