Zeit für meinen Glauben
"Scheiß di net an"

Auftritte der Duetten (Michaela Khom mit ihrer Bandpartnerin Isabel)
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  • Auftritte der Duetten (Michaela Khom mit ihrer Bandpartnerin Isabel)
  • Foto: Birgit Machtinger
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Die Künstlerin Michaela Khom fühlt sich Gott nahe, wenn sie Schreiben, Malen und Ausprobierenam Schaffen ist. Auch wenn sie es momentan angesichts von Corona nicht leicht hat, ist sie zuversichtlich, dass „am Ende alles gut wird“.

Anfang 2020 freut sich Michaela Khom auf ein Jahr voller spannender beruflicher Herausforderungen. Die Künstlerin ist gut gebucht: Konzerte, Theater, Workshops stehen auf dem Programm. Kurz davor hat sie zusammen mit ihrer Bandpartnerin Isabel als ‚Die Duetten‘ ein erstes Album herausgebracht.

Und dann kommt – richtig - Corona. Auftritte der Duetten mit ihrem Musikkabarett und ihren nachdenklichen, aus dem Alltag gegriffenen, kritischen Texten würde es nicht geben. Wie lange nicht, weiß niemand. „Ich muss sagen, dass ich in den ersten Wochen und Monaten echt Angst bekommen habe. Ich habe bis dahin vom Live-Geschäft gelebt und musste erst einmal schauen, wie es weitergeht.“ Die 30-Jährige übernimmt Werbejobs, und beginnt an einer Schule als Musiklehrerin zu unterrichten. „Irgendwas fällt mir immer ein“, erzählt Michaela mit einem Lachen.

Vom Himmel gefallen
Dass sie als Künstlerin angesichts von Corona und den damit verbundenen Einschränkungen bei Veranstaltungen nicht vollends verzweifelt, führt die gebürtige Steirerin auf ihr großes Grundvertrauen zurück. Und das, sagt Michaela, hat auch mit ihrem Glauben zu tun. „Ich weiß, dass von irgendwo immer Hilfe kommt. Ich glaube, dass am Ende alles gut wird und für jeden gesorgt ist.“ Die Werbejobs zum Beispiel, die sich so unerwartet ergeben haben, betrachtet Michaela nicht als bloßen Zufall: „Die sind wie vom Himmel gefallen.“

Dazu passt gut der Leitsatz der Duetten ‚Scheiß di net an‘, den sich Michaela auch in ihrem Leben zu Herzen nehmen will: Sich nicht dauernd verunsichern lassen, nicht schwarz malen und nicht immer das Schlimmste erwarten. „Leider bin ich ein ultimativer Pessimist, was mich und meine eigenen Fähigkeiten angeht. Da zweifle und hadere ich viel“, sagt sie selbstkritisch.

Sich nicht verbiegen
Michaelas Leben, ihre Arbeit als Künstlerin, ihr Glaube sind nicht strikt voneinander zu trennen. „Wenn ich künstlerlisch am Schaffen bin, fühle ich mich Gott nahe. Also beim Schreiben, Malen und Ausprobieren“, sagt Michaela. Da fühlt sie sich losgelöst von dem, was um sie herum ist, inspiriert und verbunden mit Gott.

Was sie dabei besonders herausfordert: „Als Künstlerin will man Bestätigung finden in seinem Tun und achtet sehr darauf, wie man nach außen hin ankommt. Sich dabei selber treu zu bleiben und nicht zu verbiegen – das ist schon ein Balance­akt.“ Als gläubige Künstlerin findet Michaela bei vielen ihrer Kollegen Anknüpfungspunkte, auch wenn die katholische Kirche nicht unbedingt den besten Ruf hat. „Der Katholizismus gilt nicht als besonders cool. Aber Christen kenne ich schon einige. Im Künstlermilieu gibt es bei vielen eine prinzipielle Offenheit für mehr und für das Unsichtbare.“

Auftritte der Duetten (Michaela Khom mit ihrer Bandpartnerin Isabel)
Michaela Khom
Autor:

Sandra Lobnig aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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