Terroranschlag
Jugendliche in Wiener Ruprechtskirche entgingen Attentäter

Während des Terror-Anschlags am Abend des 2. November in der Wiener Innenstadt sind u.a. 17 junge Erwachsene in der Ruprechtskirche dem Attentäter knapp entgangen. Das hat der Sprecher der Erzdiözese Wien, Michael Prüller, am Freitag, 27. November, bestätigt.

Die 17 hatten sich in der Kirche zum Gebet versammelt, als sie auf der Straße Schüsse hörten. Sie hätten geistesgegenwärtig die Eingangstür geschlossen und die Lichter ausgeschalten, berichtete Prüller. Die jungen Gläubigen hätten dann bis etwa bis 2.30 Uhr in dem verdunkelten Gotteshaus ausgeharrt. Erst dann habe die Polizei Entwarnung gegeben, und die 17 Menschen durften nach Hause gehen.

Wie Pressesprecher Michael Prüller sagte, gebe es laut den bisherigen Ermittlungsergebnissen Anhaltspunkte, dass die Kirche dezidiert ein Ziel des Attentäters gewesen sei. Genaue Details hätten die Behörden freilich auch ihm gegenüber nicht mitgeteilt.

Der Attentäter war um 20.09 Uhr nur wenige Meter von der Kirche entfernt am Ruprechtsplatz von Einsatzkräften der Polizei erschossen worden, nachdem er vier Passanten getötet hatte.

Innenminister Karl Nehammer hatte am Donnerstag, 26. November, bundesweit die verstärkte Bewachung von Kirchen und religiösen Einrichtungen angeordnet und dies mit sicherheitspolitischen Erfordernissen begründet. Man befinde sich in einer "besonders heiklen Phase" nach einem Terror-Anschlag, der Nachahmungstäter auf den Plan rufen könnte, sagte Nehammer. Der Innenminister kündigte an, Polizeikräfte würden ab sofort verstärkt vor Kirchen, Synagogen und anderen religiösen Stätten Präsenz zeigen. Entsprechende Schritte wurden seitens der Landespolizeidirektionen und der jeweiligen Ämter für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung veranlasst, nachdem Kultusministerin Susanne Raab die Kirchen- und Religionsgemeinschaften informiert hatte.

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Der SONNTAG Redaktion aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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