Zeit für meinen Glauben
Talente heben wie einen Schatz

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Als Coach hilft Hélène Cuenod anderen zu entdecken, was in ihnen steckt. Als Initiatorin der Gebetsinitiative ‚Pray for Austria‘ will sie Gott konkret in die Politik Österreichs einbinden.

Hélène Cuenod hat es oft erlebt: Es macht einen immensen Unterschied, ob ein Mensch weiß, was in ihm steckt – oder eben nicht. „Viele Menschen sind sich ihrer eigenen Ressourcen und Talente nicht bewusst. Entdecken sie diese, beginnen sie sich zu entfalten und persönlich und beruflich weiter zu wachsen.“ Anderen helfen herauszufinden, was sie gut können und was ihnen Freude bereitet: Das ist Hélènes Talent. Und das ist es, was die 46-Jährige seit einigen Jahren auch beruflich macht (www.goforimpact.com). Als Unternehmensberaterin und Coach begibt sich die gebürtige Schweizerin mit ihren Kunden auf die Suche nach deren Kompe­tenzen. „Wenn jemand diese Kompetenzen kennt und einsetzt, erfährt er Erfolg, ist motivierter und hat viel mehr Energie“, sagt Hélène. Und ergänzt mit einem Augenzwinkern: „Das heißt aber nicht, dass das Leben dann plötzlich nur noch ein Spaziergang ist.“

"Schatzsuche"
Dass in jedem Menschen ein Schatz verborgen liegt, den es zu heben gilt, ist für Hélène etwas zutiefst Christliches – auch wenn ihr persönlicher Glaube bei ihren Coachings nur gelegentlich zur Sprache kommt. „Die biblische Parabel von den Talenten spricht davon. Es geht um die Frage, was Gott in jeden von uns hineingelegt hat und wie wir das Beste aus unserem Leben machen können. Letztlich geht es um unsere persönliche Berufung.“

Wie ein GPS
Was Gott in einen Menschen gelegt hat, wozu er ihn beruft – für Hélène sind das keine starren Kategorien. „Gott geht immer mit uns und unserer Entwicklung mit. Auch wenn wir vielleicht Dinge tun, die unserer Berufung nicht entsprechen. Wie bei einem GPS: Gott hat ein Ziel und hört nicht auf, die Route die ganze Zeit neu zu berechnen.“ Hinter diesem Gedanken steckt die Idee einer großen Freiheit, die Hélène in ihrer eigenen Gottesbeziehung oft erfahren hat. „Gott ist nicht einschränkend“, ist sie überzeugt. Vor 23 Jahren hat Hélène auf dem Weltjugendtag in Paris eine lebensverändernde Erfahrung gemacht. „Die Liebe Jesu, die bedingungslos ist, ganz unabhängig von Leistung – die hat mich damals getroffen.“ Es ist eine Begegnung, die in ihr den großen Wunsch entfacht, auch anderen von diesem Glauben zu erzählen. Kurz im Anschluss macht sie die Missionsschule der Gemeinschaft Emmanuel im bayrischen Altötting und lernt, mit anderen über ihren Glauben zu sprechen.

Beten für Österreichs Politiker
Was Hélène sonst noch umtreibt? Die Sorge um Österreich und vor allem um alle, die für dieses Land politisch tätig sind. „Nach dem Ibiza-Video habe ich eine große Unsicherheit um mich herum gespürt und hatte den Wunsch, aktiv zu werden. Meine Idee war: Wenn wir Gott konkreter in die Politik unseres Landes einbinden, kann etwas Gutes passieren.“ Hélène ruft da­raufhin die überkonfessionelle Gebetsinitiative ‚Pray for Austria‘ ins Leben (www.prayforaustria.at).

Auf der Website kann man sich eintragen und für jeweils einen Politiker oder eine Politikerin in Österreich beten. Fast 1500 Menschen sind bereits mit dabei. Die positiven Auswirkungen des Gebets sind für Hélène doppelt zu spüren: „Im Gebet stellt man automatisch eine persönliche Beziehung zu dem her, für den man betet. Das hindert einen, zu schnell zu kritisieren und zu denken ‚Die Politiker sind eh alle gleich‘.“ Und dann ist da natürlich der übernatürliche Effekt, den Gebet hat – auch wenn der schwer zu messen ist. „Ich glaube fest daran, dass Gott seinen Segen über eine Person ausbreitet und sie mit Weisheit erfüllt, wenn man ihn darum bittet.“

Gott ist mit an Bord
Ein spürbares Zeichen, dass Gott bei ‚Pray for Austria‘ mit an Bord ist, ist für Hélène die Leichtigkeit, mit der sich das Projekt über die konfessionellen Grenzen hinaus organisieren ließ. „Es ging uns alles leicht von der Hand. Und alle die beteiligt waren, hatten so eine große Freude.“

Autor:

Sandra Lobnig aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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