Mini-Auszeit: Urlaub mitten im Alltag
Mach mal Pause

Ein bisschen Tagträumen darf immer sein – „Mini-Auszeiten“ sind gut für Körper, Geist und Seele.
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  • Ein bisschen Tagträumen darf immer sein – „Mini-Auszeiten“ sind gut für Körper, Geist und Seele.
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Die vergangenen 14 Tage haben uns den Sommer gebracht. Und obwohl die enorme Hitze schon auch so ihre Tücken hat, bekommt man doch gleich ein bisschen mehr Urlaubsfeeling und Urlaubsvorfreude.

Doch für viele von uns, dauert es noch, bis der Urlaub wirklich da ist. Und bis dahin? Damit im Alltag Freude und Entspannung nicht zu kurz kommen, können ganz bewusste Mini-Auszeiten entlasten.

Ich ließ meine Seele ruhig werden und still; wie ein kleines Kind bei der Mutter ist meine Seele still in mir.“ So heißt es in Psalm 131. Die Bibel, das Buch der Bücher, ist gespickt mit Bemerkungen wie dieser. Immer wieder lesen wir an verschiedensten Stellen, wie wichtig es ist, zwischendurch zur Ruhe zu kommen und Pausen einzulegen, uns zu sammeln und dann mit neuer Kraft und Energie in die Alltagsroutine zurückzukehren.

Wir haben ein paar Anregungen für Sie, wie eine Mini-Auszeit mitten im Alltag aussehen könnte.

➀ Gehen Sie in eine Kirche

Besonders schön ist es natürlich, wenn Sie einen Gottesdienst mitfeiern können. Aber auch außerhalb der Gottesdienstzeiten ganz bewusst in eine Kirche zu gehen, ist eine gute Idee. Kirchen sind und bleiben ein wunderbarer Ort, um kurz innezuhalten und zur Ruhe zu kommen. Setzen Sie sich in eine der Bänke – nehmen Sie sich Zeit für ein kurzes Gebet, zünden Sie eine Kerze an oder freuen Sie sich einfach nur am herrlichen Kirchenraum.

Und im Sommer gibt es neben all diesen Gründen auch noch einen weiteren, eine Kirche zu besuchen: Es ist da drinnen so herrlich kühl. Ein kurzer Rundgang in der Wiener Innenstadt in einige ausgewählten Kirchen – ausgestattet mit einem Datenlogger, der die Temperatur messen kann – zeigt, dass es in den Kirchen doch deutlich kühler ist als draußen. Zu den kühlsten Kirchen der Wiener Innenstadt gehört seit einigen Jahren die Dominikanerkirche in der Postgasse. Um die 24 Grad haben wir in diesem Jahr dort gemessen.

➁ Machen Sie Ihr eigenes Eis
Kaum etwas schmeckt so nach Urlaub und Sommer wie Eis. Man sollte also vor allem, wenn es heiß ist, viel und ausgiebig Eis essen. Und ein besonderes Highlight ist es, wenn man das Eis selber macht.

Wenn Sie keine Eismaschine daheim haben, empfehlen wir die „Nicecream“ – eine Eiskreation, die aus gefrorenen Bananen und gefrorenem Schlagobers hergestellt wird. Für zwei Personen zwei reife Bananen in dünne Scheiben schneiden und für mindestens 12 Stunden tief frieren. Etwa 50ml Schlagobers ebenfalls tief frieren – das geht am besten in einem Eiswürfelbehälter.

Nach etwa 12 Stunden kann man Bananen und Schlagobers herausholen und in einem Cutter, wie man ihn etwas zum Zwiebelschneiden verwenden kann oder einem Standmixer einige Minuten zerkleinern. Wenn eine cremige Masse entstanden ist, ist die Nicecream fertig – sie ist extrem cremig und schmeckt, erstaunlicherweise, nur ganz leicht nach Bananen. Kleingeschnittene Früchte oder Schokoladensauce passen hervorragend dazu.

Wieder einfrieren sollte man die Nicecream aber nicht – dann verliert sie ihre angenehme, cremige Konsistenz. Also am besten immer nur die gerade gewünschte Portion frisch herstellen.

➂ Fangen Sie (wieder) an Tagebuch zu schrieben

Erwecken Sie doch das gute alte Tagebuch wieder zum Leben. Und tun Sie das unter der Prämisse, jeden Tag etwas hinein zu schreiben, was gut getan hat, was lustig war, was ihnen den Alltag versüßt hat.

Schlechte Nachrichten hatten wir in den vergangenen Monaten wirklich genug. Positiv denken – bei aller gebotenen Vorsicht und allem noch notwendigen Abstand – ist jetzt angesagt. Ein Tagebuch kann da wirklich dabei helfen, das Gute nicht aus dem Blick zu verlieren.

➃ Tief durchatmen

Kleiner Aufwand, große Wirkung: Setzen Sie sich an Ihren Lieblingsplatz in Ihrer Wohnung oder auf Ihrem Balkon oder in Ihrem Garten, schließen Sie die Augen und atmen Sie ganz tief und ganz bewusst in den Bauch – und spüren Sie mit jedem Atemzug, wie gut das tut, wie angenehm die Dehnung ist, die das Atmen bewirkt.

Wer möchte, kann dabei auch eine kleine Gedankenreise unternehmen: Stellen Sie sich vor, wie Sie letztens an einem Bach gesessen sind, wie Sie in der Kirche gestanden sind oder wie Sie auf einer Wiese spaziert und durch den Wald gestreift sind und holen Sie sich die guten Gefühle von diesem Ausflug für einen Moment wieder gedanklich zurück.

➄ Spazieren Sie los
Gehen Sie – wenn körperlich möglich – mehr. Steigen Sie bei der U-Bahn mal eine oder zwei Stationen früher aus. Benutzen Sie die Treppe und nicht den Lift. Parken Sie das Auto ganz bewusst ein Stückchen weiter weg.

Auch nur ein paar Schritte mehr am Tag, helfen wieder bei sich anzukommen, zur Ruhe zu kommen. „Kopf und Geist können sich besser synchronisieren, wenn ich ein paar Minuten gehe und mich dabei nur auf mich konzentrieren kann“, sagt dazu etwa der deutsche Spaziergangsforscher Bertram Weishaar.

➅ Planen Sie Zeit für die Mini-Auszeiten ein

Was auch immer Sie tun wollen, um sich im Alltag kleine oder etwas größere Pausen zu schaffen: Planen Sie die Zeit dafür in jedem Fall bewusst ein. Zu groß ist die Gefahr, dass Sie sonst dem Alltagstrott zum Opfer fallen.

Ein bisschen Tagträumen darf immer sein – „Mini-Auszeiten“ sind gut für Körper, Geist und Seele.
In einer Kirche kommt man immer gut zur Ruhe.
Autor:

Andrea Harringer aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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