Kirche Steiermark
Was ist der Mensch?
- Beim Rundgang durch die neugestalteten Museumsräume des Stiftes St. Lambrecht am 24. April erhielten die rund 200 Besucherinnen und Besucher einen guten Einblick in die Kostbarkeiten des Stiftsmuseums.
- Foto: Stift St. Lambrecht
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St. Lambrecht. Eröffnung des neugestalteten Stiftsmuseums.
Von strahlendem Sonnenschein erleuchtet präsentierte sich der neugestaltete Museumshof des Benediktinerstiftes St. Lam-brecht, um die zahlreich erschienenen Gäste zur feierlichen Museumseröffnung zu empfangen. Aus Anlass des 950-Jahr-Jubiläums des Stiftes wurde das Herzstück des Stiftsmuseums, die kunsthistorische Sammlung, umfassend neugestaltet und am 24. April der Öffentlichkeit präsentiert.
Prior P. Gerwig Romirer erläuterte die Grundlinien der Neuinszenierung der jahrhundertealten Sammlungsbestände. Das Konzept rückt die uralt-aktuelle Frage „Was ist der Mensch?“ in den Mittelpunkt. Nicht mehr chronologisch, sondern nach einem spirituell-geistlichen Leitfaden erfolgte die Aufstellung. Viele Kunstwerke zu Passion und Tod Jesu zeigen den Umgang mit Leiden und Sterben, der zu den großen Herausforderungen der Menschheit gehört. Konkrete Frömmigkeitsformen und die Fülle der Heiligen, die als Vorbilder für ein gelingendes Glaubensleben verehrt und in unterschiedlichen Anliegen als Fürsprecher angerufen wurden, sind in weiteren Sälen ausgestellt.
Eine „St. Lambrechter Schatzkammer des Glaubens“ zeigt in eindrucksvoller Präsentation wichtige Heilige, denen kostbare Kunstwerke aus der bald 1000-jährigen Klostergeschichte gewidmet sind, darunter die „Votivtafel von St. Lambrecht“ und die „Strahlenkranzmadonna“, die nach 90 Jahren der Leihgabe wieder aus der Alten Galerie des Museum Joanneum in Graz in ihre Heimat zurückgekommen sind. Ein großflächiges 3D-Modell der gesamten Klosteranlage ist ein weiteres Highlight.
Altabt Benedikt Plank als Kustos des Stiftsmuseums beleuchtete die Entstehungsgeschichte der Sammlung, die trotz vieler Brände und Erneuerungen einen beachtlichen Umfang und mit Kunstwerken vom 13. bis zum 19. Jahrhundert auch einen weiten zeitlichen Horizont aufweist.
Der Kunsthistoriker David Hobelleitner gab Einblicke in die kunsthistorische Einordnung der Sammlung, die mit Kunstwerken aus bedeutenden Werkstätten des Mittelalters und der beginnenden Neuzeit aufwarten kann.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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