Kirche Steiermark
Auf Christus zu

Bei der Jahresschlussandacht im Salzburger Dom rief Erzbischof Franz Lackner (l.) auch zum Gebet für Frieden auf. | Foto: eds/Naghshi
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Wünsche für das neue Jahr von österreichischen Bischöfen.

Mein Wunsch für das Jahr 2026 lautet: Unsere Grundstimmung soll nicht von Angst und Frust, sondern von Vertrauen und Hoffnung geprägt sein.“ Mit diesen Worten wandte sich der designierte Wiener Erzbischof Josef Grünwidl in seiner Neujahrsansprache an die HörerInnen von ORF-Radio Niederösterreich. Grund für diese positive Haltung trotz Krisen und Problemen biete ein Glaube, der resilient mache, weil er aus der Gewissheit lebe, „dass auch Gott auf mich schaut“.

Erzbischof Franz Lackner rief bei der Jahresschlussandacht im Salzburger Dom erneut zum Gebet für Frieden in der Ukraine auf. „Der Krieg ist der Vater der Armut. Es muss uns zuinnerst treffen, wenn so nah bei uns Menschen stets mit der Angst zu Bett gehen, dass ihnen Bomben nicht nur den Schlaf rauben, sondern auch das Leben“, mahnte er.

Entwaffnende Sprache. Im Zusammenleben der Gesellschaft sei in den vergangenen Jahren „vieles aus den Fugen geraten“, betonte Bischof Wilhelm Krautwaschl bei der Jahresschluss-Vesper im Grazer Dom. Menschen würden auseinander und in die Vereinzelung getrieben, und „eher Macht verteidigt, statt das Gemeinsame zu suchen bzw. sich am gemeinsamen Ziel zu orientieren“, plädierte der Bischof am Silvestertag zu mehr Einsatz für ein gutes Miteinander.Ausdrücklich rief Bischof Krautwaschl, der auch österreichischer „Medienbischof“ ist, unter anderem zum Bemühen um eine „entwaffnende Sprache“ auf. Bildungseinrichtungen, Medienhäuser und digitale Plattformen seien hierbei „genauso gefordert, wie jede und jeder einzelne von uns“, sagte der steirische Bischof. Die wahre Stärke nicht nur der ChristInnen bestehe nicht in „verbaler Dominanz“, sondern in einer „Verletzlichkeit des Zuhörens“ und dem Mut zum Ansprechen der Wahrheit.

Lebe, liebe, lache und laufe. Mit dem Wort „Lebe“ erinnerte der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics in seiner Neujahrspredigt daran, dass Weihnachten das Fest des Lebens sei. Im Kind von Bethlehem habe Gott dem Menschen das Leben geschenkt. Daraus folge der Auftrag, Leben anzunehmen, zu schützen und weiterzugeben, besonders dort, wo es in der Gesellschaft gefährdet sei. „Liebe“ verweise auf die Liebe Gottes, die sich von der Krippe bis zum Kreuz zeige. Christinnen und Christen hätten die Verantwortung, diese Liebe im Alltag durch konkrete Nächstenliebe weiterzutragen. Mit dem Wort „lache“ lenkte Bischof Zsifkovics den Blick auf das biblische Lachen als Ausdruck von Freude, Hoffnung und Vertrauen in Gottes Wirken. Und „laufe“ meine das Unterwegssein des Glaubens, wie es in der Weihnachts- und Ostergeschichte sichtbar werde. „Lebe, liebe, lache und laufe – das ist mein Wunsch für das neue Jahr“, fasste der Bischof zusammen: „Wer so lebt, geht nicht im Kreis, sondern auf Christus zu.“

Mit- statt Gegeneinander
„Die Vision für 2026: Nicht Junge gegen Alte, Österreicher gegen Ausländer, Christen gegen Andersgläubige – nur miteinander werden wir Probleme gut lösen können.“ Josef Grünwidl, designierter Wiener Erzbischof.

Quelle: Kathpress

Bei der Jahresschlussandacht im Salzburger Dom rief Erzbischof Franz Lackner (l.) auch zum Gebet für Frieden auf. | Foto: eds/Naghshi
 Bischof Wilhelm Krautwaschl motivierte bei der Vesper zum Jahresschluss im Grazer Dom (r.) dazu, „diese Hoffnung, die uns trägt, in unsere Welt hineinzutragen“. | Foto: Brunnthaler
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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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