Der frühere Dompfarrer Norbert Burmettler über sein Hobby Astronomie
Stern von Betlehem: Wissenschaften und Theologie können ergänzen

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Lunz. Als Schüler hatte Norbert Burmettler ein kleines Fernrohr, mit dem er den Himmel beobachtete. Die Faszination der Astronomie sei für den früheren St. Pöltner Dompfarrer „einer der wichtigsten Gründe“ gewesen, dass er ins Priesterseminar eintrat: „Ich dachte als Schüler viel über den Sinn des Lebens nach.“ Eigentlich sei er gar nicht so kirchlich engagiert gewesen, aber der „große Zusammenhang von Gottes Schöpfung und Naturwissenschaften waren für mich eine Voraussetzung für meinen Glauben und mein Priestersein“.

Der seinerzeitige Regens Wilhelm Mantler hatte damals eine kleine Sternwarte in Wilhelmsburg, wodurch sich der junge Burmettler weiter mit Galaxien und Weltall beschäftigen konnte. Im Priesterseminar hielt der geborene Loicher dazu Vorträge. Der Priester empfiehlt Interessierten am Universum den Planetenweg von Prof. Franz Klauser in Puchenstuben. Weitere Höhepunkte seiner Auseinandersetzung mit der Astronomie waren die Mondlandung 1969 und eine Teilnahme bei einer internationalen Fachtagung in Deutschland mit einem russischen Kosmonauten: Seine damalige Pfarre Litschau ermöglichte ihm zum 50. Geburtstag, als „Zaungast“ dabei zu sein. Über die Jahre las er dazu viel Fachliteratur. Bei Interesse bietet Burmettler, der jetzt im Pfarrverband Ötscherland als Seelsorger wirkt, Vorträge über den Zusammenhang von Astronomie und Glauben an – gemeinsam mit dem Gmünder Pfarrer Rudolf Wagner.

Für Burmettler sind drei Forschungsschwerpunkte von besonderer Bedeutung: Gibt es Leben auf anderen Planeten? Gibt es die Möglichkeit, gefährliche Asteroiden von der Erde abzulenken? Und mit der Dunklen Materie im Weltall gebe es noch viele Rätsel zu lösen. Ein gutes und aktuelles Beispiel, dass sich Naturwissenschaften und Theologie gut ergänzen könnten, sei der Stern von Betlehem. Mit Computer-Simulationen konnte wissenschaftlich errechnet werden, dass ungefähr zur Zeit der Geburt von Jesus in Betlehem Jupiter und Saturn ganz eng beisammen waren und einen „großen Stern“ gebildet haben – diese Konstellation trat auch kürzlich wieder auf. Nicht erst der Computer habe dies errechnet, auch Johannes Kepler wies schon 1603 darauf hin und es hätten sich auch in babylonischen Keilschriften Hinweise darauf finden lassen. Der „Stern von Betlehem“ sei im Nahen Osten über mehrere Monate mehrmals zu sehen gewesen, was die Heiligen Drei Könige ermutigt haben könnte, sich auf den Weg zu machen. Aus Sicht Burmettlers decke sich in diesem Fall die Aussage der Heiligen Schrift mit den Naturwissenschaften. Und es bestätige seine These, dass sich Theologie und Forschung ergänzen.

„Mein Hobby“ ist eine Reihe von Kirche bunt, in der außergewöhnliche Talente und interessante Hobbys von kirchlichen Persönlichkeiten vorgestellt werden.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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