"Mein Hobby": P. Stephan Holpfer im Gespräch
Engagiert als Pfarrer und NÖ-Feuerwehrkurat

„Es gehört zu meinen schönsten Aufgaben, wenn ich mit 5000 Jugendlichen beim Landesjugendlager Gottesdienst feiern kann, wie zuletzt in Mank“, sagt NÖ-Landesfeuerwehrkurat Pater Stephan Holpfer, der dem Benediktinerstift Melk angehört. Auch die jährliche Übergabe des Friedenslichts von Betlehem an den NÖ-Feuerwehrverband zählt für den Feuerwehrkuraten zu den wiederkehrenden Highlights.

Aber Holpfer weiß als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr auch um dunkle Seiten beim Dienst für den Nächsten. Immer in Erinnerung bleibt ihm ein Einsatz im Jahr 2000, als er Pfarrer und Feuerwehrmann in Matzleinsdorf war: Nach einem Busunfall mussten acht tote Jugendliche geborgen werden. Anschließend baute er den „Peer“-Dienst für den NÖ-Landesfeuerwehrverband auf, mit dem nach schwierigen Einsätzen den Beteiligten, ihren Angehörigen und den FF-Leuten psychologisch beigestanden wird. 2002 übernahm der Benediktiner die Funktion des NÖ-Landesfeuerwehrkuraten. Er ist damit Ansprechpartner für 220 katholische Priester und Diakone sowie evangelische Geistliche, die sich in der Feuerwehrseelsorge engagieren.

Der gebürtige Traiskirchner trat bereits 1973 in die eben erst gegründete Feuerwehrjugend ein. Später dann erlernte er den Beruf des Einzelhandelskaufmannes und trat mit 20 Jahren in den Orden ein. Er wirkte als Priester in Matzleinsdorf, Zelking und Melk. P. Ste­phan rückt auch fallweise mit seiner FF Bad Vöslau, wo er seit 2004 Pfarrer ist, aus. Am Feuerwehrwesen schätzt er besonders „das ehrliche Miteinander“. Im 15.000-Einwohnerort Bad Vöslau bedeute die Mitgliedschaft für ihn auch, voll in die Gemeinschaft integriert zu sein.

Auch Schulungen für die eigene Feuerwehrjugend übernimmt P. Stephan, etwa über Dienstgradkunde. In Bad Vöslau sei die Feuerwehr Teil der Pfarre. Der Priester schätzt das Miteinander der Florianijünger und das Zusammenstehen auch in schwierigen Zeiten, das über Einsätze und Übungen hinausgeht.

Das Brauchtum werde in den Feuerwehren hochgehalten, so Pater Holpfer. Darum würden auch kleine Wehren nicht auf Florianimessen rund um den Gedenktag des Heiligen am 4. Mai verzichten. Heuer wurden diese Corona-bedingt freilich abgesagt.

„Mein Hobby“ ist eine Reihe von Kirche bunt, in der außergewöhnliche Talente und interessante Hobbys von kirchlichen Persönlichkeiten vorgestellt werden.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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