Stif Lilienfeld:
Kuratorium zur Restaurierung gegründet
- Martin Hauer, Präsident des Fördervereins „Freunde des Zisterzienserstiftes Lilienfeld“, Abt Pius Maurer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und der Lilienfelder Bürgermeister Manuel Aichberger (v. l.) in der Stiftskirche.
- Foto: NLK/Pfeiffer
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Im Stift Lilienfeld fand Anfang Juli die konstituierende Sitzung des Kuratoriums zur Restaurierung der größten mittelalterlichen Klosteranlage Österreichs statt. Das 1202 gegründete Zisterzienserstift stehe heute vor einem massiven Investitionsrückstau, der dringende und umfangreiche Restaurierungs- und Gestaltungsmaßnahmen erforderlich mache, hieß es seitens des Stifts. Die Gründung des Kuratoriums sei darum „ein starkes Zeichen der Solidarität und Unterstützung“, betonte Abt Pius Maurer. Er appellierte an die Verantwortung der Gemeinschaft, „dieses einzigartige spirituelle, kulturelle und historische Erbe zu schützen“.
Abschluss der Bauarbeiten bis zum 800-Jahr-Jubiläum
Bis 2030, zum 800-Jahr-Jubiläum der Klosterweihe, sollen die Restaurierungsarbeiten abgeschlossen sein. Finanzielle Unterstützung geben Land Niederösterreich, Bundesdenkmalamt, Stadtgemeinde Lilienfeld sowie der neu gegründete Förderverein „Freunde des Zisterzienserstiftes Lilienfeld“. Mikl-Leitner betonte den touristischen, wirtschaftlichen und ideellen Wert des Vorhabens in einer „Zeit, in der unsere Werte unter Druck geraten“. Orte des Glaubens, die Orientierung und Halt schenkten, müssten bewahrt werden.
„Wir müssen das, was uns anvertraut wurde, bewahren – für die beste Zukunft unserer Kinder, hier in der Region und in ganz Niederösterreich“, begründete Mikl-Leitner das Engagement des Landes Niederösterreich für die Sanierung der Klosteranlage. Denkmalpflege schütze historisches Erbe, sichere Arbeitsplätze und sei ein starker wirtschaftlicher Motor für regionale Firmen. Zudem sei das Stift Lilienfeld „nicht nur Station an der Via Sacra und Teil der Kulturroute Via Habsburg, sondern vor allem auch touristischer Magnet“, wird sie in einer Aussendung der Niederösterreichischen Landesregierung zitiert.
Das Kuratorium – „ein starkes Zeichen der Solidarität und Unterstützung“.
Das Gesamtprojekt zur Sanierung des Stifts umfasst bis 2030 die Restaurierung der Fassaden in Kirchen- und Prälatenhof, der Südfront der Stiftsanlage sowie die Fassaden des mittelalterlichen Portengebäudes. Ergänzend dazu sei eine „Attraktivierung von Kirchen- und Prälatenhof vorgesehen“. Sie solle das Stift als Ausflugsziel stärken und positive Impulse für die regionale Wirtschaft liefern. Die erste Bauetappe (2025 bis 2027) betrifft die Restaurierung der Fassaden, Fenster und Dachbereiche in Kirchen- und Prälatenhof. Letzterer dient als Ort für regionale Veranstaltungen, Konzerte und kirchliche Feste und beherbergt auch das Bundesrealgymnasium Lilienfeld, das eine bauliche und funktionale Aufwertung erfahren soll.
Autor:Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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