Gedanken zum Evangelium: 1. Adventsonntag
Neubeginn

Es gibt Ereignisse der Zukunft, die wir im Voraus berechnen und vielleicht auch beeinflussen können. Das große Ereignis aber, auf das wir warten, hat kein Datum in unserem Kalender.
  • Es gibt Ereignisse der Zukunft, die wir im Voraus berechnen und vielleicht auch beeinflussen können. Das große Ereignis aber, auf das wir warten, hat kein Datum in unserem Kalender.
  • Foto: iStock/Taylor Hinton
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Markus 13, 24-37

Advent. Die stillste Zeit im Jahr. Das hat in diesem Jahr einen anderen Klang. Meine Gedanken sind bei den Kranken, Einsamen, Verängstigten, Überforderten und existenziell in Not Geratenen. Und oft bei der hl. Therese von Lisieux. Ihr Leben schenkt mir so viel Licht und Ermutigung. Mit ihr können wir auf dem „kleinen Weg“ bleiben, räumlich unbewegt einen großen Dienst tun.

Die Kirche beginnt mit dem ersten Advent bereits ein neues Jahr. Die Welt ist noch – wie im Schlaf – im alten Jahr. Wie bei Maria: In ihr ist Jesus, der Retter, schon da. Aber noch verborgen in ihrem Schoß. Die Welt sieht ihn noch nicht. Nur einige Menschen mit wachem Herzen wissen bereits von seiner Ankunft in der Welt und preisen Gott dafür. Für mich ein Bild, wozu wir als Christen gerufen sind.

Dieses Jahr tut es besonders gut, diesen Neubeginn bewusst zu leben. Es ist so verführerisch „einzuschlafen“, so weit wie möglich die Augen zu verschließen vor den Herausforderungen der Zeit, sich einzuigeln, stumpf zu werden. In diesem Advent sind es nicht Äußerlichkeiten, Konsum oder Firmenfeiern, die uns vom Erwarten des wahren Lichts (vgl. Joh 1,9) ablenken. Heuer drohen von innen her, Einsamkeit, Unsicherheit, Existenzängste etc., den Herrn und Seine Ankunft in den Schatten zu stellen.

Lassen wir uns nicht entmutigen! Bleiben wir am Weg. Bleiben wir in Seinem Wort, das nicht vergeht. Das Evangelium sichert uns zu: Er kommt! Auf Not, Dunkelheit und Erschütterung folgen die Macht und Herrlichkeit Gottes. Es zahlt sich aus, wach zu bleiben. Seien wir gute Türhüter unserer Herzen.

Mit der hl. Therese und dem hl. Apostel Andreas (Fest: 30. November) möchte ich diese Woche neu „alles wählen“, die Umstände und Herausforderungen aufs Neue annehmen.

Beten wir füreinander um das Wollen und die Kraft dazu. Beten wir für die Verantwortlichen in unserem Land. Beten wir, dass wir wach bleiben für die Not um uns. Schauen und tun wir, was möglich ist.

Und erinnern wir uns: Dem Gebet sind nie Grenzen gesetzt! Vielleicht ist das die Einladung dieser „stillsten Zeit“.

Impuls

inspiriert vom Evangelium

  • Mit welcher kleinen Geste werde ich diese Woche jemandem einen Lichtstrahl der Liebe und Hoffnung schenken?

  • Was verdunkelt mein Herz gerade am meisten? Ich benenne es und bringe es im Gebet vor Gott.
  • Was möchte ich in diesem Advent bewusst nicht in mein Herz einlassen?
Evangeliumskommentar als PDF
Autor:

Barbara Ruml aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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