Gedanken zum Evangelium: 1. Sonntag nach Weihnachten - Fest der Heiligen Familie
Hören, vertrauen, handeln

Matthäus 2, 13-15.19-23

Er ist von Anfang an kein Spaziergang, der Weg Jesu. Die Strapazen der Reise nach Bethlehem wären schon genug gewesen für eine Hochschwangere. Aber kaum ein Durchatmen für die junge Familie nach der Geburt. Es geht beschwerlich weiter, durch die Nacht. Josef hört auf die Stimme Gottes und vertraut. Sein Horchen und Gehorchen rettet Leben.

Da gehört Mut und Vertrauen dazu: Mitten in der Nacht alles zusammenzupacken und loszugehen als kleine Familie. Auf eine Engelerscheinung im Traum hin. Das hat so gar nichts mit bequemer Weihnachtsromantik zu tun.
Und ein wenig unangenehm ist mir diese Evangelienstelle schon. Sie bringt mich in Berührung mit meinem kleinen Vertrauen und meiner eigenen Zögerlichkeit. Und ich frag mich: Wer bist du, woher nimmst du dein Vertrauen, hl. Josef? Dein Vertrauen, dein Glaube, deine Bereitschaft zur Entbehrung und dein vorbehaltloses Tun auf Gottes Wort hin, retten Jesus vor dem Tod. Du beschützt sein Leben und sorgst für ihn. Du bahnst dem Leben einen Weg durch die Nacht. Gemeinsam mit Maria.

Du (er)kennst das Sprechen Gottes in dein Leben gut. Du weißt, dass Gott Pläne des Heils hat. Du hilfst mit, diese zu verwirklichen. Du gehst einfach den nächsten Schritt, den Gott dir zeigt, obwohl er zuerst hinaus in die Nacht führt, in unbekanntes Gebiet. Ein dunkler Weg, ein Kreuzweg. Du sorgst für Jesus auf diesem Wegstück so gut du kannst. Auf Golgotha wird es dann übrigens ein anderer Josef sein, der sich um Jesus kümmert.
Am Fest der Heiligen Familie bitte ich dich, Gott, mir die „hl. Josefs meines Lebens“ zu zeigen. Ich möchte ihnen heute Danke sagen - für das, was sie Gutes getan haben, worauf sie bereit waren zu verzichten, damit ich „das Leben habe“. So viele mir bekannte Menschen, allen voran meine Eltern. Und so viele, die mir verborgen bleiben.
Heiliger Josef, bitte hilf uns, gemeinsam mit Maria, immer mehr ein Mensch wie du zu werden – hörend, vertrauend, handelnd – und so Jesus einen Weg zu bahnen, auch durch so manche Nacht.

Autor:

Barbara Ruml aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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