Monsignore Otto Mauer Preis 2021
Der Mensch als Naturgewalt

Generalvikar Nikolaus Krasa überreichte Katrin Hornek die renommierte Auszeichnung im Erzbischöflichen Palais in Wien.
  • Generalvikar Nikolaus Krasa überreichte Katrin Hornek die renommierte Auszeichnung im Erzbischöflichen Palais in Wien.
  • Foto: kathbild.at / Franz Josef Rupprecht
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Generalvikar Nikolaus Krasa überreichte den Msgr. Otto Mauer Preis 2021 an die 38-jährige Wiener Performance-Künstlerin Katrin Hornek für ihr bisheriges Werk. Mit der Auszeichnung würdigt die Jury eine künstlerische Arbeit, die die menschengemachte Gefährdung und Zerstörung der Umwelt thematisiert. Pandemiebedingt erfolgte die Preisverleihung im kleinsten Kreis im Erzbischöflichen Palais.

Katrin Hornek geht gerne an Orte, an denen man eine Künstlerin nicht vermuten würde: auf Baustellen, in Archive oder in Spitäler. „Ich versuche hier sehr viel aufzunehmen und gehe an Orte, wo ich das Gefühl habe, dass ich mit der Welt anders in Berührung kommen kann, um dann Fragen an Experten zu formulieren“, erklärt sie.

Am 2. Dezember wurde Katrin Hornek pandemiebedingt im kleinsten Kreis vom Wiener Generalvikar Nikolaus Krasa im Festsaal des Erzbischöflichen Palais der „Msgr. Otto Mauer Preis 2021“ überreicht.

Künstlerisch dem Anthropozän auf der Spur Katrin Horneks künstlerische Praxis überzeugte die Jury, da sie auf vielgestaltige Weise das „Anthropozän“ hinterfragt – jenes Zeitalter, das entscheidend von den Eingriffen des Menschen und dessen kapitalistisch getriebenen Aktivitäten geprägt ist, was tiefgreifende Veränderungen der Ökosysteme zur Folge hat.

Die Künstlerin erforscht in unterschiedlichen Medien stoffliche, organische und menschliche Begegnungen. Eine zentrale Rolle spielen Reflexionen über Wechselwirkungen zwischen Mensch, Kultur und Natur sowie Transformationen, die dazu anregen, die Beziehung dieser Einheiten neu zu denken.

Äußerst vielfältiges Werk
Besonders spannend erschien der Jury (Pater Gustav Schörghofer, Johanna Schwanberg, Isa Rosenberger und Barbara Horvath), dass Katrin Hornek Projekte auch gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern entwickelt „und geopolitische, wirtschaftliche und philosophische Inhalte künstlerisch umsetzt“.

Und dies äußerst vielfältig: Hornek arbeitet mit Fotografien, raumgreifenden Settings, Skulpturen, Video- und Soundinstallationen.

„Von Körpersteinen über die Darstellung von speicherbaren CO2-Zyklen und die Umwandlung toter Organismen zu Öl und Plastik bis hin zur Verwendung geologischer Schichten der Erde als musikalische Partituren“ begreift die Künstlerin laut der Jury-Würdigung die „natürliche Mitwelt“ als Körper und anderswo den „homo sapiens“ als Naturgewalt.

Der Msgr. Otto Mauer Preis gilt als wichtigste Auszeichnung für das bisherige Schaffen junger Künstler in Österreich und ist mit 11.000 Euro dotiert.
Weitere Informationen:
otto-mauer-fonds.at

Autor:

Agathe Lauber-Gansterer aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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