Nach dem Terroranschlag
Wiener Schülerinnen und Schüler knüpfen Band des Zusammenhalts und des Friedens

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Schülerinnen und Schüler aller Kirchen und Religionen in Wien gestalten weiße Bänder mit einer persönlichen Friedensbotschaft und knüpfen diese Bänder an Kirchen, Moscheen, Synagogen, an Schulen oder andere öffentliche Gebäude. Die weißen Bänder kann man aber auch als Armbänder selbst tragen oder an Freunde verschenken: Das ist der Grundgedanke der neuen Aktion "Wir halten zusammen - Glaube verbindet!", mit der ein Kontrapunkt zum Terroranschlag vom Montag, 2. November, gesetzt werden soll.

Der Startschuss der Aktion erfolgte am Freitagvormittag, 6. November, vor dem Wiener Stephansdom. Ca. 10.000 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 19 Jahren sind in den nächsten Wochen eingeladen, sich dieser Aktion anzuschließen und ein Band des Zusammenhalts zu knüpfen.

Wie das Miteinander funktionieren kann
"Frieden fängt in unseren Herzen an, in der Liebe zum Nächsten, im Verzicht auf Hasspostings; aber auch im gemeinsamen Anbringen eines Freundschafts- oder Friedensbandes als Zeichen dafür, dass wir zusammenhalten", so die Wiener Schulamtsleiterin Andrea Pinz bei der Startaktion. Die Initiative geht vom Schulamt der Erzdiözese Wien aus, wird aber u.a. auch von der evangelischen und orthodoxen Kirche und der Islamischen Glaubensgemeinschaft mitgetragen. Die Gestaltung der Bänder soll vor allem im Religionsunterricht stattfinden. Die Kinder und Jugendlichen sollen sich Gedanken dazu machen, "wie Gesellschaft gelingen kann und wie sie ihre Zukunft gestalten wollen", so Pinz; und in Richtung der Schüler: "Ihr steht dafür, dass Dialog, Toleranz, Solidarität und Friede stärker sind als jede Form von Gewalt und Spaltung."

Gemeinsame Aktion der Verbundenheit
Der Wiener Bischofsvikar Dariusz Schutzki, Dompfarrer Toni Faber, Andrea Pinz, der Wiener Bildungsdirektor Heinrich Himmer und Carla Amina Baghajati von der Islamischen Glaubensgemeinschaft knüpften gemeinsam mit einigen Volksschulkindern die ersten Bänder an das Riesentor des Stephansdoms. „Mit der Aktion wird die junge Generation unterstützt, in Frieden das Zusammenleben, die Achtung voreinander und den gegenseitigen Respekt einzuüben“, so Bischofsvikar Dariusz Schutzki. „Der Religionsunterricht bietet ein gutes Fundament dafür, wie dieses Miteinander funktioniert.“

Wie Schulamtsleiterin Pinz betont, soll mit der Initiative auch zum Ausdruck gebracht werden, "dass der Religionsunterricht dazu beiträgt, dass das Leben in Wien bzw. in Österreich gelingt und dass das Gemeinsame und das Verbindende im Vordergrund stehen." Aufgabe der Religionslehrer sei es in besonderer Weise, die Kinder und Jugendlichen "in ihren Ängsten und Anfragen, aber auch Hoffnungen zu begleiten und zu unterstützen".

ein weiteres Beispiel
Pfarre Hütteldorf: Ein Zeichen der Verbundenheit

Autor:

Der SONNTAG Redaktion aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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