Persönlich und digital
Kommunionvorbereitung 2020

Zahlreiche Erstkommunionkinder und Firmlinge nehmen heuer an Online-Vorbereitungskursen teil.
  • Zahlreiche Erstkommunionkinder und Firmlinge nehmen heuer an Online-Vorbereitungskursen teil.
  • Foto: istock/ALEX GRIFFIN
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Während derzeit in unseren Pfarren noch viele Erstkommunion- und Firmfeiern nachgeholt werden, stehen die neuen Jahrgänge bereits in den Startlöchern. Und dabei werden viele Erstkommunion- und Firmvorbereitungskurse heuer online abgehalten werden.

Noch den ganzen Oktober und teilweise auch im November holen unsere Pfarren und Gemeinden derzeit die Firm- und Erstkommunion-Feiern nach, die im Frühjahr aufgrund des Corona-Lockdowns verschoben werden mussten. Alleine in der Erzdiözese Wien werden derzeit knapp 6.000 Jugendliche gefirmt und knapp 8.000 empfangen die Erstkommunion.

Während diese Feiern aktuell gerade laufen und tausenden Kindern die entsprechenden Sakramente gespendet werden, heißt es gleichzeitig: Nach der Erstkommunion ist vor der Erstkommunion. Und: Nach der Firmung ist vor der Firmung. Das bedeutet, dass die Vorbereitungskurse für die „neuen“ Firm- und Erstkommunionkinder ebenfalls jetzt schon wieder beginnen, damit diese im kommenden Frühjahr gut vorbereitet die beiden Sakramente empfangen können.

Und genau hier ergeben sich derzeit Fragezeichen, erklärt Stephan Fraß-Poindl von der „Jungen Kirche“ (JUKI), der Abteilung der Erzdiözese Wien, die verantwortlich für die Kinder- und Jugendpastoral ist: „Sehr viele Pfarren fragen derzeit vermehrt bei uns nach, wie unter den aktuellen Voraussetzungen Erstkommunion- und Firmvorbereitungen gut funktionieren können. Viele stellen sich die Frage, ob eine gute Vorbereitung mit entsprechenden Abstandsregeln überhaupt so gelingen kann, dass die Kinder und Jugendlichen den Glauben tatsächlich erfahren können.“

Persönlich oder digital
Das sei definitiv der Fall, bekräftigt Fraß-Poindl: „Natürlich ist der persönliche Kontakt wichtig. Deswegen ist es gut, wenn Erstkommunion- und Firmvorbereitung im persönlichen Rahmen stattfinden. Klarerweise unter Einhaltung der geltenden Sicherheitsbestimmungen und unter Evaluierung der jeweiligen Situation in der Gemeinde und Region. Wo persönliche Treffen aus nachvollziehbaren Gründen aber nicht möglich sind, gibt es die Möglichkeit, diese Vorbereitungstreffen online zu machen – entweder ganz oder punktuell.“

Stephan Fraß-Poindl betont, dass in der Erzdiözese Wien in sehr vielen Pfarren in den vergangenen Wochen und Monaten bereits entsprechende gute Erfahrungswerte gesammelt werden konnten: „Viele Pfarren haben vor allem im Lockdown die Vorbereitungskurse digital abgehalten und es hat sich gezeigt, dass die Kinder und Jugendlichen jetzt aktuell trotzdem sehr gut vorbereitet zur Erstkommunion und Firmung kommen und dass es auch sehr gut gelungen ist, den Kontakt mit ihnen zu halten. Wir haben festgestellt, dass man die Themen auch online sehr gut abhandeln kann. Gesprächskultur und Kontaktpflege funktionieren ebenfalls online sehr gut.“

Unkompliziert und mittlerweile bewährt
Technisch sei es für Kinder und Jugendliche heutzutage überhaupt kein Problem, an Online-Vorbereitungskursen teilzunehmen: „Die wachsen allesamt mit Handy, Laptop und Tablett auf – sie sind technisch sehr versiert“, erklärt Fraß-Poindl. Und auch für Tischmütter und diejenigen, die die Vorbereitungskurse leiten, ist es demnach im Wesentlichen recht unkompliziert: Gut bewährt haben sich die Plattformen „Zoom“ oder „Teams“. „Hier ist es sehr einfach, Gruppen entsprechend einzurichten, Kurse durchzuführen und sogar Videos oder andere Inhalte zuzuspielen.“

Damit Vorbereitungskurse in digitaler Form ansprechend gestaltet werden können, haben die Verantwortlichen der JUKI zahlreiche Links zu Videos gesammelt, die in den Vorbereitungskursen zugespielt werden können.

Außerdem gibt es ein begleitendes Online-Quiz und Spiele – sodass man mit den Jugendlichen die Themen online spielerisch vertiefen kann. Stephan Fraß: „Schön ist: Es geht weiter! Unsere Pfarren sind engagiert und niemand steckt den Kopf in den Sand. Mit den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen werden wie gewohnt Kurse stattfinden und gegebenenfalls kann man auf Online-Kurse umsteigen. Damit bin ich überzeugt, dass es uns gemeinsam gelingen wird, die Kinder und Jugendlichen des neuen Jahrganges wieder sehr gut auf die Erstkommunion und Firmung vorzubereiten.“

Die Verantwortlichen der JUKI stehen für Nachfragen, Tipps und Unterstützung in Bezug auf Online-Vorbereitungskurse zur Verfügung. Wenden Sie sich per Mail an:
sakramente@jungekirche.wien

Autor:

Michael Ausserer aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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