Kultur in der Corona-Krise
Kirchliche Museen laden zu virtuellen Besuchen

Erlacher Madonna; Skulptur; um 1320-1330; Lindenholz, polychromiert
  • Erlacher Madonna; Skulptur; um 1320-1330; Lindenholz, polychromiert
  • Foto: Leni Deinhardstein, Lisa Rastl, Dom Museum Wien
  • hochgeladen von Rosemarie Guttmann

Multimedia-Guide des "Dom Museum Wien" führt durch Sonderausstellung "Family Matters" - "DomQuartier" Salzburg bietet Online-Info über seine Ausstellungen und Museen, ebenso kirchliche Museen in Graz und Stiftsmuseen

Die kirchlichen Museen in Österreich verlagern ihre Schauräume und Ausstellungen immer mehr ins Internet. Nach dem Diözesanmuseum Graz und dem Kulturzentrum bei den Minoriten lädt nun auch das "Dom Museum Wien" zu virtuellen Besuchen. Und auch das "DomQuartier Salzburg" bietet nun Online-Informationen über seine Ausstellungen und Museen. Das bedeutet Kunstgenuss für religiös Interessierte trotz der behördlichen Auflage, dass sämtliche Museen und Kulturinstitutionen in Österreich wegen des Coronavirus vorerst geschlossen bleiben.

Das "Dom Museum Wien" bietet ab sofort einen Multimedia-Guide an, der kostenlos zum download zur Verfügung steht. Wie das Museum der Erzdiözese Wien hinwies, können virtuelle Besucher damit die seit Oktober laufende Sonderausstellung "Family Matters" sowie die Exponate der Dauerausstellung besichtigen.

Zudem startet Dommuseums-Direktorin Johanna Schwanberg ab dieser Woche
über

eine eigene "Director's Tour" durch die Sonderausstellung zum Thema Familie. Sie stellt dabei jeweils ein Kunstwerk aus der Schau vor.

Gerade jetzt, da alle "zurückgezogen in Innenräume" sind, sei "Family Matters" mit den darin gezeigten Familienbildern quer durch die Epochen besonders aktuell, betonte Schwanberg in einem Facebook-Video. Die Exponate zeigten die "emotionale Ambivalenz zwischen nahen Bezugspersonen" aus der Sicht mittelalterlicher, biedermeierlicher oder zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler. Durch Kunst werde anschaulich, dass Familie "der Ort ist, an dem Liebe, Fürsorge, Hass und Gewalt in unvergleichlicher Direktheit oder auch unterschwellig zum Ausdruck" komme, meinte Schwanberg.

Auf der Website dommuseum.at finden Interessierte unter dem Menüpunkt "Sammlungen" Abbildungen und Informationen zu Objekten quer durch die Jahrhunderte.

Für Kinder und Jugendliche kündigte das Museum eigene interaktive Quizformate an.

Kirchenkunst auch in Social Media

Das ausgedehnte "DomQuartier Salzburg" teilt auf seiner Website mit, dass die Schließung "nach derzeitigem Kenntnisstand bis 13. April 2020 andauern" werde. In der Zwischenzeit bieten die kirchlichen Kulturverantwortlichen "spannende Inhalte und Hintergrundgeschichten über unsere Ausstellungen und Museen online an". Auch das "DomQuartier" veröffentlicht für sein junges Publikum laufend Beiträge zum Mitmachen. An alle Interessierten der Appell: "Besuchen Sie uns jederzeit auf unserer Website sowie auf Facebook und Instagram." Zusätzlich können Sie den DomQuartier-Newsletter abonnieren

Auch im Bereich der österreichischen Ordensgemeinschaften angesiedelte Museen können hochkarätige Kunstwerke per Mausklick angesehen werden. So bietet z.B. das Chorherrenstift Klosterneuburg digitale Einblick in seine Sammlungsbereiche wie "Gotische Skulptur", "Barock" oder "Galerie der Moderne". Gleiches gilt für das für seine langjährige Sammeltätigkeit bekannte obersteirische Benediktinerstift Admont

Autor:

Rosemarie Guttmann aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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