Faszinierende Kirchenführung
Die gemalte Bibel in Altlerchenfeld

Das Kirchen-Innere beeindruckt durch das überwältigende Bildprogramm.
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  • Das Kirchen-Innere beeindruckt durch das überwältigende Bildprogramm.
  • Foto: Rene Steyrer/Karl Pani - Institut für Kunstgeschichte, Universität Wien
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Mit ihren vielen Bildern aus dem Alten und dem Neuen Testament ist die gewaltige Altlerchenfelder Kirche (Wien 7) so etwas wie „gemalter Glaube“. Der Besuch dieser Kirche erfreut den Geist und die Augen.

Sie ist etwas ganz Besonderes, die Altlerchenfelder Kirche im siebenten Wiener Gemeindebezirk. Nicht nur, dass sie mit einem Fassungsvermögen von fast 3.000 Gottesdienstmitfeiernden nach dem Stephansdom und der Votivkirche eine der ganz großen Kirchen Wiens ist, mit einer Länge von 78 Metern, einer Breite von 28 Metern und zwei Türmen mit je 68 Meter Höhe. Die Kirche wurde am 29. September 1861 geweiht.

Diese spätromantische Kirche war damals auch der erste Bau, der aufgrund eines Architekturwettbewerbs in der Monarchie errichtet worden ist. „Mich fasziniert das theologische Freskenprogramm von Joseph Ritter von Führich“, sagt Diakon Georg Pawlik zum SONNTAG: „Vereinfacht gesagt: Ankündigung durch das Alte Testament und Erfüllung durch das Neue Testament greifen in diesem herrlichen Bildprogramm wie ein präzises Uhrwerk ineinander.“

Führich selbst hat in Altlerchenfeld kein Fresko gemalt, damalige Professoren und Maler wurden beauftragt, einzelne Abschnitte des Kircheninneren zu gestalten.

Diakon Pawlik hat auch einen Kirchenführer mit dem Titel „Gemalter Glaube“ herausgegeben. Die vielen Darstellungen, darunter in der Vorhalle auch die sogenannten zwölf Himmelszeichen, die „Tierkreise“, kann man nach Pawlik am besten „mit der Bibel in der Hand entdecken“. Er weist daher auch regelmäßig im „Kirchenführer“ auf die betreffenden Schriftstellen hin.

„Der Betrachter wird in unserer Kirche mit der Größe Gottes und der Schönheit unseres Glaubens konfrontiert“, betont Pawlik: „Die Größe und die Stille laden zur Betrachtung und Meditation ein.“

Autor:

Stefan Kronthaler aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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