Missionskurs „Mission possible“
„Die Grausbirn sind mir nicht aufgestiegen“

Maja Schanovsky: "Das Evangelium in neuer Qualität weitergeben!"
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Mit dem „Mission Possible“-Kurs ab 23. 11. bietet die „Akademie für Dialog und Evangelisation“ in Wien eine Anleitung, wie Mission in der Gegenwart gelingen kann.

Im Gespräch mit dem SONNTAG erläutert Maja Schanovsky, zuständig für Missionsausbildung und -leitung in der Akademie für Dialog und Evangelisation, die Faszination dieses Kurses. Was darf man sich unter einem „Mission Possible“-Kurs vorstellen? Schanovsky: „Der Kurs ‚Mission Possible‘ ist eine Entdeckungsreise, wie Mission heute gelingen kann.

Gemeinsam wird erarbeitet und ausgetauscht, wie man den Glauben heute attraktiv und zeitgemäß weitergeben kann. In 10 Einheiten werden die Erfahrungen der Teilnehmer aufgegriffen und zeigen in 10 Schritten mit vielen Testimonials und praktischen Beispielen neue Perspektiven für Dialog und Mission auf.“

In Impulsen, Diskussion, Gruppenarbeiten und praktischen Übungen beschäftigen sich die Themen vom „Warum überhaupt“ der Mission über das „Was“, welche Botschaft wollen wir vermitteln, hin zum „Wie“: In welcher Haltung und mit welchem Handwerkszeug kann jede und jeder in der eigenen Gemeinde, Gruppe oder Gemeinschaft kleinere oder größere Missionsprojekte initiieren und umsetzen.

„Der Kurs bietet theologisch verständliche Antworten auf Grund-Fragen der Mission und innovative Ideen, die sich konkret umsetzen lassen“, betont Schanovsky. Für wen ist der Kurs gedacht? Schanovsky: „Das Angebot richtet sich an alle in der Kirche Engagierten und Interessierten, die etwas bewegen und das Evangelium mit neuer Qualität weitergeben möchten. An Studierende, Haupt- und Ehrenamtliche, die ihren Glauben mit anderen Menschen teilen wollen. Die dabei vielleicht auf Schwierigkeiten stoßen, sich mehr Begeisterung für die Verkündigung wünschen oder einfach für neue Wege inspiriert werden wollen.“

Der Kurs „Mission Possible“ ist auch eine Form der Jüngerschaftsschulung.

Was man „mitbringen“ muss
Was muss man „mitbringen“? Schanovsky: „In erster Linie Neugierde, die Freude an der Begegnung mit anderen Menschen und die Offenheit, sich auf Neues einzulassen. Es braucht kein theologisches Vorwissen, nur den Wunsch, den eigenen Glauben mit anderen zu teilen. Manche Teilnehmer bringen schon Erfahrung mit missionarischen Aktivitäten mit, andere entdecken dies während des Kurses ganz neu.“

Das Buch „Mission Possible“ von Otto Neubauer aus dem Herder-Verlag 2018 ist Schulungsgrundlage und kann entweder schon mitgebracht oder vor Ort erworben werden.

Anfängliche Skepsis
„Ich war skeptisch: ein Missionskurs? Allein das Wort Missionieren hat mir – auf gut Wienerisch – die Grausbirn aufsteigen lassen. Doch es gab einen Bedarf: Ich wollte lernen, wie Kirche zukunftsfähig werden kann“, sagt Lisa Huber, die einen solchen Kurs schon besucht hat. Huber: „Also wurde ich Teilnehmerin des Missionskurses und habe gelernt: Wer bereit ist, das Glück, das man selbst erfahren hat, zu teilen, lebt Mission. Wer Menschen für die Botschaft des Reiches Gottes gewinnen will, muss damit raus gehen – auf die Straßen, Plätze, in die Familien und Freundeskreise. Nicht aufdringlich, sondern einladend. Nicht belehrend, sondern authentisch. Zuerst dazugehören, dann glauben. Zu einer Kirche, die all das lebt, gehöre ich gerne.

Die Grausbirn sind mir im Kurs nicht aufgestiegen, vielmehr habe ich es genossen, mit Gleichgesinnten über eine ehrliche Kirche nachzudenken, über eine Kirche, die mitten im Alltag zu finden ist.“

Infos: www.mission-possible.at

Autor:

Stefan Kronthaler aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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