Sommerserie 2020: Tagesausflug – Urlaub im Kleinen
Wandern, Schaukeln, Mountaincart

Ein Ausflug nach Mönichkirchen. Auf zum Schaukelweg!
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Unser fünfter Ausflug führt uns nach Mönichkirchen. Den Themenweg „Lebenswasser“ wollen wir hier suchen und „erwandern“, aber dann stehen wir vor einer großen Tafel, die alle Attraktionen der „Erlebnisalm“ in Mönichkirchen zeigt und lesen dort das Wort „Schaukelweg“.

Lassen Sie es mich einmal so sagen: Ich hatte einen ganz klaren Plan für den heutigen Tag. Im Internet hatte ich in Erfahrung gebracht, dass es in Mönichkirchen einen Themen­wanderweg rund um das Element „Wasser“ gibt. Etwa 2 Stunden soll er dauern und auf insgesamt 7 Stationen mit dem Thema „Wasser ist Leben“ vertraut machen. Außerdem soll es am Beginn des Weges auch einen „Wasserpark“ geben, der unter anderem verschiedene Kneippbecken und einen (Bar)Fußtastweg bietet. Für mich, die schon in frühester Kindheit bei jedem Wasser mit glänzenden Augen stehen geblieben ist und mindestens die Hände – am besten aber auch die Füße – hineinhalten wollte, klang das außerordentlich verlockend. Und es war klar: Nicht nur ich würde dort meine Freude haben. Auch für meinen Sohn, der meine Begeisterung für Bächlein jeder Art teilt, ist das genau das Richtige.

Schaukel schlägt Wasser

Aber als wir an diesem Mittwoch-Vormittag nach einer guten Stunde Fahrt aus dem Auto steigen, ist es in Mönichkirchen nicht ganz so heiß, wie man es sich für einen Wasser- und Barfußweg wünschen würde. Weil wir uns aber schon so darauf gefreut haben, beschließen wir, trotzdem den Themenweg „Lebenswasser“ zu suchen. Eine große Tafel gleich neben dem Sessellift, den viele wahrscheinlich vor allem vom Skifahren im Winter im Gebiet Mönichkirchen-Mariensee kennen, soll uns dabei helfen – und sie tut es auch: Der Themenweg ist gut eingezeichnet und bestimmt leicht zu finden. Aber dann ist dann noch dieses andere Wort, dass uns ins Auge springt: Schaukelweg. Schaukeln tun wir – und zwar wir beide – eigentlich noch lieber als im Wasser herum zu pritscheln. Es braucht deshalb nur einen kurzen Blickwechsel und es ist klar: Wir werfen unsere Pläne über den Haufen.

Schwingen ohne Ende
Statt zu Fuß durch den Wald über den Themenweg „Lebenswasser“ zu marschieren, kaufen wir uns also eine Karte für den Sessellift. Gemütlich geht es damit auf rund 1200m Seehöhe. Oben angekommen, suchen wir die Hinweistafeln zum Schaukelweg und müssen nicht lange suchen. Die erste Schaukel haben wir bereits nach wenigen Metern erreicht. Zielspringen heißt es hier – also richtig gut schaukeln und dann im richtigen Moment von der Schaukel abspringen, um an einem markierten Punkt zu landen. Das mag einfach klingen, erweist sich aber aufgrund der Länge der Ketten, an denen die Schaukel befestigt ist, als gar nicht so einfach. Tobias taucht an, was das Zeug hält, aber es dauert fast eine Minute, bis er richtig ins Schaukeln kommt. Bitte fragen sie mich nicht, wie lange ich gebraucht habe. ;-) Spaß macht es aber in jedem Fall. Und wir sind mehr als motiviert, schnell zur nächsten Schaukel zu kommen.

Die finden wir auch wenige Meter später. Dieses Mal schaukeln wir zu zweit an Schaukeln, die uns an einen Tellerlift beim Schifahren erinnern. Bei der nächsten Schaukel geht es ab auf eine Wippe – ein ungleiche Wippe wohlgemerkt, sprich der Balken ist auf der einen Seite länger, als auf der anderen. Ideal also für unterschiedliche große und vor allem unterschiedlich schwere Wipper. Als wir von den Wippen weggehen, können wir die nächste Schaukel bereits hören: Bei der Glockenschaukel schwingen wir nicht nur hin und her, sondern betätigen dabei auch eine Menge Kuhglocken, die entsprechend laut schellen. Ein echter Spaß.
Und genau so spaßig geht es auch weiter: Synchronschaukeln, ein Flying Fox, mit dem man Milchkannen umwerfen soll, ein paar Hollywood-Schaukeln auf einer Aussichtsplattform und vieles mehr erwartet uns. Nach insgesamt 18 Schaukelerlebnissen und etwa 2,5 Stunden kommen wir wieder beim Ausgangspunkt des Schaukelweges an.

Wir rauschen ins Tal

Weil es uns hier gar so gut gefällt, beschließen wir noch ein Stück in den Wald hinein zu gehen – und bereuen es keinen Meter: So einen märchenhaften Wald habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Das Gras ist fast unwirklich grün, die Bäume stehen dicht an dicht. Bis ganz hinunter zum Parkplatz gehen wir dann aber doch nicht – schließlich wollen wir uns noch, sozusagen als Schlagobersgupf auf dem heutigen Ausflugstag, eine besondere Freude gönnen: Es gibt hier nämlich die Möglichkeit, mit einem sogenannten Mountaincart, einer Art Go-Kart ohne Pedale, hinunter ins Tal zu rauschen. Und genau das tun wir. Durchgerüttelt und geschüttelt aber strahlend kommen wir etwa 20 Minuten später unten an. Dieser Ausflug war wirklich ein ganz besonderes Stückchen Unbeschwertheit. „Besucht’s uns doch wieder einmal“, sagt einer der Liftwarte, als wir ihm unsere Mountaincarts übergeben. „Ganz sicher“, strahlt mein Kind: „So schön, wie es da ist!“ Recht hat er, denke ich. Und den Wasserweg wollen wir ja schließlich auch noch gehen.

Serie: Urlaub im Kleinen

Autor:

Andrea Harringer aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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