12. Juli
P. Elias Krexner wird in Seitenstetten zum Priester geweiht

P. Elias Krexner | Foto: zVg

"Es ist immer wieder schön, nach Hause ins Stift Seitenstetten, zu kommen, die Mitbrüder haben mich herzlich empfangen“, erzählt Pater Elias Krexner, der am Sa., 12. Juli (10 Uhr), in der Stiftskirche zum Priester geweiht wird – und zwar vom bekannten „Ökumene-Minister“ des Vatikans, Kardinal Kurt Koch. P. Elias war zum Lizentiatsstudium in Rom, im Herbst wird er dorthin zurückkehren, um diese Ausbildung zu beenden.

Viele Primiz-Feiern

Dazwischen hat er ein dichtes Programm: die Priesterweihe und viele Primiz-Feierlichkeiten, denn der „Erstlingssegen“ eines Neupriesters ist in der Bevölkerung sehr populär. Einige Termine: So., 13. Juli (9.30 Uhr) Heimatprimiz Deutsch-Wagram; Sa., 19. Juli (19 Uhr) Biberbach; So., 20. Juli (9 Uhr) in Ybbsitz und um 10.30 Uhr in Maria Seesal; So., 26. Juli (19.30 Uhr) St. Georgen in der Klaus; So., 27. Juli Klosterprimiz in der Stiftskirche Seitenstetten (8.30 und 10 Uhr).

P. Elias kam 1993 zur Welt und wurde auf den Namen Alexander getauft, die Heimatpfarre ist Deutsch-Wagram im Weinviertel. Seine Berufung war nicht so spektakulär wie bei Paulus, der dereinst vom Pferd gefallen ist, vielmehr war es ein Weg der kleinen Schritte, erzählt der Weihekandidat. Er hat lange ministriert, war dann Pfarrgemeinderat und später Kommunionhelfer. „Der wird einmal Priester!“, habe er oft gehört. Für ihn war das aber immer etwas von außen. Nichts von innen. Das hat sich bei einer Ministrantenwallfahrt in Rom geändert. Bei einer eucharistischen Anbetung kam ihm plötzlich ein Gedanke: „Warum schließt du das eigentlich aus?“ Ja, warum eigentlich? „Ich fühlte mit einem Mal eine tiefe Ruhe in mir. Der Gedanke blieb, er ließ mich seit diesem Moment nicht mehr los.“ Mehrmals war er überrascht, dass ihn auch Kirchenferne sehr in seinem Weg bestärkten. Wichtig ist für Berufungen ein positives Klima in den Pfarren, so Pater Elias.

Bis zu seiner Einkleidung im Jahr 2019 war es noch ein längerer Weg: Er stand im Jus-Studium und arbeitete in einer Rechtsanwaltskanzlei. Seine Arbeit machte ihm Spaß. Aber sie erfüllte ihn nicht – irgendetwas fehlte. Mehr und mehr fragte er sich: „Soll ich den Beruf als Jurist weitergehen – oder Priester werden?“ Nach und nach besuchte er verschiedene Gemeinschaften. Der entscheidende Moment war dann eine Mittagshore im Stift Seitenstetten. An diesem Tag legte ein Mitbruder seine Ewige Profess ab. Bei der Mittagshore, während der Psalmen kam mir der schlichte Gedanke: „Hier bleibst du!“ Danach folgten weitere Besuche und Gespräche mit dem Seitenstettner Abt.

Am 15. August 2023 legte er die Ewige Profess ab. Darüber hinaus veränderte sich sein Studienort, er wurde nun nach Rom geschickt. Dort schloss der Weihekandidat an der Hochschule der Benediktiner Sant’Anselmo das Theologiestudium ab. Zeitgleich begann er ein Lizentiatsstudium in Kirchenrecht an der Päpstlichen Universität Gregoriana. Am 23. November 2024 weihte ihn Kardinal Koch, Präfekt des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen, in Sant’Anselmo in Rom zum Diakon. Pastoral wirkte P. Elias als Diakon in der Pfarre Santa Maria Liberatrice in Testaccio.

Der 31-Jährige freut sich schon auf die Priesterweihe, auch wenn er es immer noch nicht ganz realisiert. Als Priester möchte Elias Krexner möglichst viele Menschen zu Gott führen. Passenderweise sagt er als Jurist: „Wir müssen Anwälte für den Himmel sein!“ Dafür stehe auch die 2000-jährige Tradition. Als Nachfolger Christi gelte es, Gott in der Welt präsent zu halten, vor allem mit dem Spenden der Sakramente – wie Jesus es aufgetragen habe. Mit einem abgewandelten Wort des heiligen Augustinus lasse sich sagen: „Mit euch bin ich Christ, für euch bin ich Priester.“

Dass die kirchliche Tradition vielfältig ist, lernte er in Rom kennen und schätzen: Er empfindet die vielen Begegnungen mit weit über hundert weiteren Studierenden aus 40 Ländern als beeindruckend. Seine Liebe zu verschiedenen Sprachen kommt damit dort gut zur Geltung. Zur Priesterweihe haben sich denn auch Kollegen aus Nicaragua, USA oder der Schweiz angekündigt.

Mögliche Kandidaten ansprechen

Pater Elias sagt, es sei wichtig, für Berufungen zu beten. Das sei aber nicht genug. Man müsse mögliche Kandidaten auch ansprechen und sie ermutigen. Aber als Berufener müsse man auch erste Schritte machen: etwa eine Ordensgemeinschaft aufsuchen oder mit einem Priester reden.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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