Seitenstetten
Kardinal Koch weihte P. Elias zum Priester

P. Elias - direkt hinter ihm seine Familie und die Feiergemeinde. | Foto: Wolfgang Zarl
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Priester sein heißt, in einer persönlichen Freundschaftsbeziehung mit Jesus zu leben und ihn und sein Heil zu den Menschen zu bringen“, betonte Kurien-Kardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen. Der bekannte „Ökumene-Minister“ weihte am 12. Juli Pater Elias Krexner in der Seitenstettner Stiftskirche zum Priester. Der Seitenstettner Abt Petrus Pilsinger freute sich, viele Mitfeiernde begrüßen zu können: die Eltern und den Bruder sowie Pfarrangehörige aus der Heimatpfarre Deutsch-Wagram von P. Elias, Altabt Berthold Heigl, Generalvikar Christoph Weiss, Msgr. Herbert Döller und zahlreiche Geistliche aus verschiedenen Klöstern und Pfarren.

Stimme für Wort Gottes sein

Die Sendung des Priesters bestehe darin, lebendige Stimme für das Wort Gottes zu sein. Im sakramentalen Dienst sei die Stimme des Priesters in besonderer Weise gefordert, so Kardinal Koch. Denn der Priester sei berufen, mit der Stimme Christi, „sogar mit dem Ich Christi“ zu sprechen. Die Wandlungsworte „Dies ist mein Leiben“ und „Dies ist mein Blut“ könne der Priester unmöglich im eigenen Namen sprechen. Dies könne der Priester nur, wenn er von Christus selbst berufen und autorisiert sei. Kardinal Koch über die tiefe Sendung des priesterlichen Daseins in der Eucharistie: „Der Priester stellt sich als bescheidenes Werkzeug Christus zur Verfügung und macht den unsichtbar Anwesenden … den Gläubigen sichtbar, damit Christus an uns Menschen sein Heil wirken kann.“ In der Eucharistie sei der Priester gesandt, mit dem Ich Christi zu sprechen, der Priester sei deshalb auch herausgefordert, in seinem Leben Christus immer ähnlicher zu werden. Dies sei zentral für das spirituelle und pastorale Wirken des Priesters.

Pater Elias Krexner

Geboren in Deutsch-Wagram, im Marchfeld, begann Alexander Krexner nach der Matura das Studium der Rechtswissenschaften in Wien. Seine juristische Arbeit in einer renommierten Kanzlei erfüllte ihn – und doch spürte er: Es fehlt etwas.

Tief verwurzelt im Glauben seiner Heimatpfarre – als Ministrant, Pfarrgemeinderat und Kommunionhelfer – hatte er die Möglichkeit zum Priestersein nie ganz ausgeschlossen, aber stets auf Distanz gehalten. Erst während einer Ministrantenwallfahrt in Rom, bei der eucharistischen Anbetung, stellte sich ein unerwarteter Friede ein – und mit ihm der Gedanke: „Vielleicht soll ich doch Priester werden.“ Er trat in das Stift Seitenstetten ein und feierte am Hochfest Mariä Himmelfahrt 2023 die Feierliche Profess, die Diakonenweihe empfing er am 23. November 2024 in Sant’Anselmo, ebenfalls durch Kardinal Koch. Im Herbst wird P. Elias wieder in Rom studieren und sein Lizentiatsstudium im Kirchenrecht weiterführen. Zuvor stehen noch zahlreiche Primizfeierlichkeiten an, zu denen er herzlich einlädt.

Die Termine im Juli:
19. Juli um 19 Uhr in Biberbach; 20. Juli um 9 Uhr in Ybbsitz und um 10.30 Uhr in Maria Seesal; 26. Juli um 19.30 Uhr in St. Georgen in der Klaus und am 27. Juli ist 8.30 Uhr und um 10 Uhr Klosterprimiz in der Stiftskirche Seitenstetten. WZ

P. Elias - direkt hinter ihm seine Familie und die Feiergemeinde. | Foto: Wolfgang Zarl
Kardinal Koch weiht P. Elias. | Foto: Wolfgang Zarl
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Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt

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