Wahl von Papst Leo XIV.
Freude in Diözese über Leo XIV.

Leo Baumberger aus St. Oswald hatte bei der Wahl des Autokennzeichens wohl schon eine gewisse Ahnung ... 
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„Kirche bunt“ befragte Persönlichkeiten aus der Diözese St. Pölten zur Papstwahl.

Mit großer Freude gratuliere ich Papst Leo XIV., dem Nachfolger des heiligen Petrus. Möge der Heilige Geist Papst Leo XIV. in seinem neuen Dienst stärken, ihm Weisheit und Mut schenken und ihn auf seinen Wegen für die globale Kirche begleiten. Möge seine Botschaft viele Menschen berühren und ihnen Hoffnung schenken. Seine ruhige und zugleich entschiedene Art sowie pastorale Tiefe sind mir aus früheren Begegnungen im Vatikan in Erinnerung geblieben. Papst Leo XIV. ist damit kein Bruch mit der Linie von Papst Franziskus. Er ist kein Kontrast zu Franziskus, sondern – so hoffe ich – eine organische Weiterführung. Franziskus hat wichtige Türen geöffnet – etwa hin zu gesellschaftlichen Randgruppen, zur Bewahrung der Schöpfung und zur Stärkung der synodalen Strukturen in der Kirche. Vom neuen Papst erwarte ich mir nun eine Fortsetzung dieser Entwicklungen, verbunden mit geistiger Vertiefung und theologischer Klarheit. Weitere Prioritäten gibt es in der Bewahrung der Schöpfung, in einer neuen Begeisterung junger Menschen für den Glauben, im synodalen Miteinander sowie im Engagement für benachteiligte Gruppen.
Bischof Alois Schwarz

Ich hatte die große Freude, am Sonntag, 11. Mai, beim ersten „Regina coeli“ mit Papst Leo XIV. auf dem Petersplatz live dabei zu sein – gemeinsam mit einer deutschen Mitschwester und ca. 150.000 begeisterten Menschen. Seine ersten Ansprachen haben einen durchwegs positiven Eindruck bei mir hinterlassen. Er ist ein ruhiger Papst, unaufgeregt, besonnen und gelassen, mit einem feinen Sinn für Humor. Er spricht viel vom Frieden und sein Lächeln ist ansteckend. Ich habe außerdem gehört, er sei ein guter Zuhörer. Ich hoffe, es wird ihm gelingen, die katholische Kirche in aller Welt zusammenzuhalten, und wünsche ihm für diese Aufgabe Gottes Segen. Mein tägliches Gebet ist ihm sicher!
Franziska Madl, Priorin des Dominikane-rinnenklosters in Wien, stammt aus Loiben

Die Wahl von Papst Leo XIV. hat mich überrascht – er stand auf keiner der üblichen Favoritenlisten. Umso mehr hat mich sein bisheriges Engagement überzeugt: sein Einsatz für Randgruppen, soziale Gerechtigkeit und indigene Rechte zeigt klare Haltung. Ich hoffe, dass er den Weg von Papst Franziskus nicht nur fortsetzt, sondern weitergeht – mit einer Kirche, die jungen Menschen zuhört, sie ernst nimmt und ihnen Raum zum Wachsen gibt.
Fabian Amstler, Vorsitzender der Katholischen Jugend

Der Papstname Leo XIV. ist selbst Programm. Papst Leo XIII. war der Vorreiter der Katholischen Soziallehre mit seiner Enzyklika Rerum Novarum. Leo XIV. wird in dieser Richtung weiter tun und auch das begonnene Erbe der Synodalität und Kollegialität von seinem Vorgänger Papst Franziskus zu einem guten Abschluss bringen. Vor allem seine Zeit als Missionar in Peru, wo er immer wieder auch zu Pferd unterwegs war, da die Wege in entlegene Dörfer für Autos kaum zu bewerkstelligen sind, wird immer wieder in seinem Pontifikat sichtbar werden. Ich glaube auch, dass er ein Papst sein kann, der die Polarisierung zwischen „Konservativ“ und „Progressiv“ überwinden wird.
Franz Sedlmayer, Vorsitzender der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB)

Mit Freude und Hoffnung haben wir als Gemeinschaft der Franziskanerinnen die Wahl von Kardinal Prevost zum neuen Papst verfolgt. Mit Zuversicht und freudiger Spannung erwarteten wir die ersten Worte von Papst Leo XIV. Seine empathische und zugewandte Art, zu den vielen Menschen zu sprechen am Beginn seines Dienstes, war sehr bewegend. Diese Offenheit lässt uns vertrauen, dass er den Weg, den Papst Franziskus begonnen hat, in seiner ihm gemäßen Weise fortsetzen wird. Der Schrei nach Shalom in den vielen von Krisen und Kriegen geschüttelten Ländern ist die wirklich große Bitte, die wir gemeinsam mit Papst Leo an Gott richten. Sein Dienst als Papst, als einer, der die Menschen liebt, ist gefragt, wird wahrgenommen und gehört. Darauf vertrauen wir, darauf vertraue ich.
Generaloberin Sr. Franziska Bruckner

Ich bin sehr dankbar, dass der Heilige Geist die Kardinäle so schnell und entschlossen zu unserem neuen Papst geführt hat. Für mich vereint Leo XIV. den Willen zur Mission (und Europa ist ja Missionsgebiet), zum Frieden und zur Sicherung der Glaubenswahrheiten. Persönlich bin ich dankbar, dass Seine Heiligkeit schon in seinen ersten Auftritten auch auf eine Anerkennung der Tradition setzte.
Peter Pitzinger, Vorsitzender des Katholischen Familienverbandes

Ich bete für den neuen Papst, dass er beflügelt vom Heiligen Geist allen Menschen ein guter Hirte werde und uns und die Kirche in eine gute Zukunft führt. Ich wünsche ihm viel Kraft und Ausdauer. Sein Name signalisiert sein soziales, dienendes Programm. Die Papst-Leo-Stiftung, die unter Mitwirkung der Arbeitnehmer/innenbewegung der Katholischen Aktion Projekte im Sinn der katholischen Soziallehre fördert, erhält durch Papst Leo XIV. einen neuen Stellenwert.
Reinhard Länger, Vorsitzender der Katholischen Aktion

Mich berührt, wie in dem medialen Interesse am neuen Papst auch die Sehnsucht vieler Menschen nach Halt und Perspektive in einer unsicher gewordenen Welt spürbar wird. Ich hoffe, dass Papst Leo wie sein Vorgänger vor allem den Armen, Notleidenden, Vertriebenen, Einsamen und Ausgegrenzten Mut machen wird – und uns allen, damit wir öfter solidarisch und barmherzig handeln. Und ich hoffe, dass er auch Frauen gut zuhört, besonders jenen, die am fortbestehenden Klerikalismus unserer Kirche leiden. In Sachen Frauenförderung gibt es noch viele ungenutzte Möglichkeiten – auch noch ohne Weihe.
Veronika Prüller-Jagenteufel, Vorstandssprecherin des Katholischen Bildungswerkes

Ich habe Papst Leo XIV. bei der Diakonenwallfahrt ím Februar erlebt, als er für uns Diakone eine Katechese in der Kirche zum Apostel Andreas gehalten hat. Ich habe ihn sehr zugänglich und kommunikativ erlebt. Er ging mit allen Fragen positiv und diplomatisch um. Ich erhoffe mir, dass sich Leo XIV. zu den Menschen hinwendet, vor allem den Armen und dass er den Synodalen Prozess weiterführt.
Caritas-Direktor Hannes Ziselsberger

Als der Name des neuen Papstes bekannt wurde, war ich überrascht. Die erste Ansprache und das Auftreten von Papst Leo haben mich sehr berührt und ermutigt. Friede, Einsatz für die Benachteiligten, Solidarität, Gemeinschaft und Synodalität sind Themen, die er dabei ansprach. Unter anderem hat er gesagt: „(…) um mit euch gemeinsam als geeinte Kirche zu gehen, (...) als Männer und Frauen zu arbeiten, die Jesus Christus treu sind.“ Das stimmt hoffnungsvoll, dass es mit der Wahl des neuen Papstes eine Chance für die weitere Erneuerung der Kirche gibt, wobei besonders die Rolle der Frauen stärker anerkannt und aufgewertet werden müsse.Als Katholische Frauenbewegung sind wir bereit, weiter aktiv an der Gestaltung von Kirche und Gesellschaft mitzuarbeiten und auch den neuen Papst im Gebet zu begleiten.
Monika Liedler, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung

Als Amerikanerin freue ich mich über die Wahl von Papst Leo XIV., weil er klar zu erkennen gibt, dass er sich auf das Wesentliche des christlichen Glaubens konzentriert. In seiner ersten Rede an die Kardinäle erinnert er die Kirche daran, dass „der in unserer Mitte gegenwärtige Auferstandene [es ist], der die Kirche beschützt und sie leitet durch die Liebe“. Es sei die zentrale Aufgabe der Kirche, „die Armen zu lieben und sich um die Verstoßenen zu kümmern“, zitiert er seinen Vorgänger Papst Franziskus.

Ein weiterer Zug, den ich an Papst Leo XIV. sehr schätze, ist die Tatsache, dass er sich klar positioniert und deutliche Aussagen trifft sowohl im Hinblick auf die derzeitige amerikanische Politik als auch auf brisante gesellschaftspolitische Themen. Schon als Kardinal trat er für den Schutz des ungeborenen Lebens ein und verteidigt die traditionelle kirchliche Lehre der Sexualmoral.
Dawn Kremslehner, in St. Pölten lebende US-Amerikanerin

Große Freude herrscht in Peru über den neugewählten Papst Leo XIV. Die Menschen, die ihn gekannt haben, sagen, dass er seinen Anvertrauten immer sehr nahe war und er sie wie ein guter Hirte, ein guter Freund begleitet hat. In Chulucanas, in einem Dorf in der Diözese Chiclayo im Norden von Peru, hat er die ersten Erfahrungen 1985 als Priester gemacht. Die Seelsorge war nicht einfach, weil die Probleme in einem Dorf ganz anders sind als in der Stadt. Als „Hirte“ musste er seine Schafe suchen. Sie sind ihm gerne gefolgt, weil sie in ihm einen guten Freund und Seelsorger gespürt haben. Das war die Zeit des Terrorismus. Für ein Land, das von Gewalt, Korruption und Armut geprägt ist, ist diese Nachricht die größte Freude und der größte Segen, einen peruanischen Papst zu haben.

Am 8. Mai wurde in der Diözese Chiclayo ein Gottesdienst mit tausenden Gläubigen am Hauptplatz gefeiert. „Papst, Freund, Chiclayo ist mit dir“, so haben die Menschen gerufen. Sie trugen T-Shirts mit seinem Bild. Ein sehr liebes Foto ist in den sozialen Kreisen entstanden: verschiedene Kartoffelsorten und mit dem Foto vom neuen Papst. Im Spanischen heißen die Kartoffeln „papas“, wie auch der Name „Papst“.

Die Peruaner haben sich besonders gefreut, dass er in seiner ersten Anspache die Menschen in der Diözese Chiclayo in Peru auf Spanisch begrüßt hat, hat er doch jahrelang in der Diözese als Bischof gewirkt. Der amtierende Bischof Edinson Farfán hat während der Messe daran erinnert, wie Papst Leo XIV. mit den Menschen in Chiclayo lebte, lernte und sich von ihnen evangelisieren ließ. Er bat die Anwesenden gemeinsam für ihn zu beten, stolz auf ihn zu sein und ihn als engagierten Hirten wertzuschätzen.

Wir wünschen ihm, dass er als Hirte seine Gemeinde im Geiste des Evangeliums hüten kann und dass weiterhin viele Menschen sich für das Thema Synodalität, pastorale Arbeit, Ökologie und Kampf gegen jede Art von Missbrauch in der Kirche engagieren.
Sr. Karina Beneder, Franziskanerin aus Zwettl, derzeit in Lima, Peru

Leo Baumberger aus St. Oswald hatte bei der Wahl des Autokennzeichens wohl schon eine gewisse Ahnung ... 
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Mit einem fröhlichen Selfie feiern die aus Loiben stammende Priorin Sr. Franziska Madl (Bild re.) und eine Mitschwester die Papstwahl in Rom. | Foto: Foto: zVg
Der Seitenstettner Benediktiner P. Elias Krexner war live dabei, als der Name des neuen Papstes verkündet wurde. | Foto:  Foto: zVg
Die aus der Diözese St. Pölten stammende Franziskanerin Sr. Karina Beneder wirkt in Peru als Missionarin und Umweltpädagogin. Sie zeigte sich beeindruckt vom Dankgottesdienst in der Diözese Chiclayo, an dem tausende Peruaner teilnahmen.  | Foto: Foto: zVg
Autor:

Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt

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