Diözesane Begegnungstage
Das Dekanat Spitz soll zusammenwachsen
- Kick off-Veranstaltung der Begegnungstage im Dekanat Spitz
- Foto: Diözese
- hochgeladen von Wolfgang Zarl
Die Begegnungstage im Dekanat Spitz, die vom 2. bis 25. Oktober unter dem Leitwort „In Christus sind wir eins“ stehen, bieten ein dichtes und abwechslungsreiches Programm voller spiritueller, kultureller und geselliger Höhepunkte. Die Diözesanleitung mit Bischof Alois Schwarz, Weihbischof Anton Leichtfried, Generalvikar Christoph Weiss und Bischofsvikar Antonio Sagardoy lädt die Gläubigen dazu ein, Gemeinschaft neu zu erleben und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Über den Tellerrand schauen
Auch dem Spitzer Dechant Krzysztof Nowodczynski ist es wichtig, dass die Pfarren seines Dekanats zusammenwachsen. Die Menschen seien dafür heuer auch nicht mehr abgeneigt, früher habe es dagegen oft das Denken gegeben, dass die Ortsgrenzen das Maß aller Dinge seien. Durch Priestermangel und andere Gründe gebe es das neue Bewusstsein: Als getaufter Katholik ist man nicht nur der Pfarre verpflichtet, sondern auch darüber hinaus. Das spiegle sich in der gemeinsamen Nutzung von Infrastruktur, in der Zusammenarbeit beim Katholischen Bildungswerk oder in der Firmvorbereitung wider.
Nowodczynski zeichnet ein vielfältiges Bild vom Dekanat Spitz mit seinen 18 Pfarren und insgesamt 9.797 Katholiken: Einerseits sei es als Wachau-Gegend eng mit der Donau und der Weinbautradition verbunden. Andererseits reiche das Dekanat stark ins Waldviertel hinein. Neben dem Zusammenwachsen ist dem Dechant auch wichtig, dass jene vor den Vorhang geholt werden, durch die die „Pfarre funktioniert“, also die vielen, die ehrenamtlich im Hintergrund mitwirken, dazu eigne sich das Modell der „Zilli-Jause“ gut.
Der festliche Beginn der Begegnungstage steht ganz im Zeichen des Brauchtums. Am Sonntag, dem 4. Oktober, starten die Begegnungstage mit großen Erntedankfesten in den Pfarren Emmersdorf, Weinzierl am Walde und Spitz, wobei in Spitz ein anschließender Sturmfrühschoppen mit Volkstanzdarbietung auf dem Programm steht.
Pilger-Challenge
Für sportlich und spirituell Motivierte wartet am Samstag, dem 10. Oktober, eine echte Herausforderung: Die Pilger-Challenge führt die Teilnehmenden auf einer rund 40 Kilometer langen Fußwallfahrt vom Bahnhof Weißenkirchen bis nach Emmersdorf. Dieser Programmpunkt zählt für Dechant Nowodczynski zu einem der Höhepunkte, da man hier gut mit Generalvikar Christoph Weiss ins Gespräch kommen kann.
Das Dekanat Spitz in der Wachau und im Waldviertel umfasst 18 Pfarren mit 9.797 Katholiken.
Wer es etwas traditioneller mag, kann sich eine Woche später, am 17. Oktober, an der frühmorgendlichen Fußwallfahrt von Habruck nach Maria Langegg beteiligen.
Auch die reiche Weinkultur der Region wird aktiv in die Tage eingebunden. So lädt Generalvikar Christoph Weiss am Mittwoch, dem 14. Oktober, zur gemeinsamen Lese des Messweins 2026 im Spitzer Weinberg mit einer anschließenden gemütlichen Jause in der Hiatahütte ein.
Zwei Tage später, am Freitag, dem 16. Oktober, öffnet das Schloss Spitz seine Tore für einen Schlossheurigen. Kulturelle Glanzpunkte setzen zudem eine Jägermesse mit Jagdhornbläsern in Spitz am 17. Oktober sowie eine Besichtigung der geschichtsträchtigen Wehrkirche in Wei-ßenkirchen am 24. Oktober.
Geistliche Säulen
Die zentralen geistlichen Säulen der Wochen bilden der Abend der Barmherzigkeit am 9. Oktober in Spitz sowie die große Fatimafeier mit Lichterprozession am 13. Oktober in der Wallfahrtskirche Maria Laach am Jauerling. An beiden Abenden ist die gesamte Diözesanspitze mit Bischof Alois vor Ort vertreten.
Synodales Gespräch
Ein wichtiges inhaltliches Herzstück ist das Synodale Gespräch am Dienstag, dem 20. Oktober, in Maria Laach, bei dem der gemeinsame Dialog über die Zukunft der Kirche im Mittelpunkt steht.
Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf der generationenübergreifenden Gemeinschaft und dem Dank an die Basis. Neben einem gemeinsamen Senioren-Mittagessen in Kottes und einer Seniorenmesse in Purk bildet die „Zilli-Jause“ am Samstag, dem 24. Oktober, im Feuerwehrhaus Mühldorf den emotionalen Abschluss für die Helfenden. Mit dieser heiligen Messe und dem anschließenden Beisammensein bedankt sich das Dekanat bei allen ehrenamtlichen Mesnern, Kirchenmusikern und fleißigen Händen für ihren unermüdlichen Einsatz. W. Zarl
Autor:Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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