KMB greift ein Thema auf, vor dem Experten warnen: der totale Stromausfall
Kath. Männerbewegung informiert über möglichen Blackout

KMB informiert über Ausfall des Stromnetztes.
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Die Ursachen eines überregionalen und länger dauernden Totalausfalls des Stromnetzes können extreme Wettererscheinungen, technische Gebrechen, menschliches Fehlverhalten, Sabotage, terroristische Anschläge sowie Cyberangriffe sein. Generell gilt: der Strombedarf steigt und damit könnten die Netze überlastet werden. Bislang blieb Österreich vom Blackout weitgehend verschont, in anderen Ländern gibt es aber schon Erfahrungen damit – mit Millionen Betroffenen.

KMB-Impulstage

Die Katholische Männerbewegung (KMB) informiert umfangreich über die Auswirkungen eines Blackouts. „Da viele Experten mittlerweile meinen, dass es auch in Österreich zu längeren Stromausfällen kommen kann, hat sich die KMB diesem Thema angenommen“, berichtet Michael Scholz, KMB-Diözesanreferent. Scholz weiter: „Wir wollen dazu beitragen, dass man sich für solche Extremfälle gut vorbereiten kann. Dazu benötigt es das entsprechende Wissen.“ Die KMB St. Pölten nutzt die Impulstage,

  • um in Vorträgen mit Anfragemöglichkeit der interessierten Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, sich mit dem Thema zu befassen: am Mi., 26. 2., in Zwettl und Sa., 7. 3., in Steinakirchen/Forst. Die KMB möchte mit ihren Impulstagen immer Themen aufgreifen, die in den Regionen von Bedeutung sind. So wurden in den vergangenen Jahren der steigende Bodenverbrauch, eine drohende Bargeldabschaffung oder die Mobilität am Lande thematisiert.
  • Strom ist eine Grundlage des modernen Lebens, bei einem Blackout kann es Tage dauern, bis organisierte Hilfe kommt. Da auch Beleuchtung, Geldautomaten, Akkus, Kochen, Heizung, TV, Radio, Internet, Lüftung oder Wasserversorgung von Strom abhängen, können diese nach kurzer Zeit ausfallen.
  • In Niederösterreich haben die zuständigen Behörden und Einsatzorganisationen bereits zahlreiche Maßnahmen ergriffen. Die 1740 NÖ-Feuerwehren verfügen über 2000 Notstromaggregate für Einsätze, weiters wurden Großaggregate dezentral angeschafft. Krankenhäuser können einen Notbetrieb der Gesundheitsversorgung mehrere Tage sicherstellen. Für die Treibstoffversorgung gibt es Regelungen für die Bereitstellung von Reserven. Auch für die Bereiche Kommunikation, Trinkwasser- und Lebensmittelversorgung sowie für die Sicherheit gibt es Pläne.
  • Familien und Haushalten wird empfohlen, Batterien, Lebensmittel, Trinkwasser usw. zu lagern. Der niederösterreichische Zivilschutzverband ruft dazu auf, einen Notvorrat an Lebensmitteln für 14 Tage anzulegen: von Getreideprodukten – die lange ungekühlt gelagert werden können – über Hülsenfrüchte bis hin zu Kartoffeln und Ölen. Der Zivilschutzverband erinnert auch an die Bedeutung von Beleuchtung und Hygiene. Auch sollten Dokumentenmappe und Notgepäck für Evakuierungen griffbereit sein. Pro Person sollte für 14 Tage rund 35 Liter Trinkwasser gelagert werden. Wichtig ist weiters, eine persönliche Checkliste für die Hausapotheke anzulegen. Diese und viele weitere Überlegungen sollten Haushalte anstellen.

  • Überlegungen für Notfall

    Fällt der Strom aus, sind wir eingeschränkt. Alltägliche Dinge wie Kochen, Heizen, Licht, Kommunikation usw. werden zur Herausforderung. Durch entsprechende Vorsorge und Kenntnis der persönlichen Infrastruktur können im Vorfeld diese Auswirkungen minimiert werden. Überlegen Sie sich folgende Punkte und treffen Sie entsprechende Vorsorge:

    Mobilität
    Ohne Strom können Sie Ihr Auto nicht mehr tanken. Öffentliche Verkehrsmittel fahren nicht mehr. Können Sie noch zur Arbeit? Macht es überhaupt Sinn – auch in Ihrer Arbeit gibt es keinen Strom. Können Sie Ihre Kinder von der Schule, Kindergarten etc. abholen? Vereinbaren Sie einen Familientreffpunkt für den Fall des Falles! Am besten zu Hause.

    Lebensmittelversorgung
    Ohne Strom bleiben die Geschäfte geschlossen (Zahlungssysteme, automatische Türen etc. funktionieren nicht). Haben Sie für mindestens zwei Wochen Lebensmittel vorrätig?

    Wasserversorgung
    Pumpen können das Wasser nicht mehr bis zu Ihnen ins Haus bzw. in die Wohnung befördern. Doch ohne Strom auch kein Wasser. Gibt es einen Wasservorrat für die Familie? Oder vielleicht sogar einen Brunnen mit Handpumpe?

    Geld und Finanzen
    Bankomaten funktionieren nicht mehr.

    Kommunikation
    Kein Computer, kein Handy, kein TV, kein Radio bedeutet: keine Information. Die fehlende Information kann Menschen irritieren. Abhilfe schaffen kann ein Notradio, z. B. ein Kurbelradio?

    Medizinische Versorgung
    Ist Ihre Hausapotheke gut ausgestattet? Sind die wichtigs­ten Medikamente vorrätig?

    Sicherheit
    Alarmanlagen funktionieren nicht. Elektrische Türen und Tore brauchen eine Notentriegelung. Achten Sie auf Ihr Hab und Gut. In jeder Katastrophensituation gibt es auch Menschen, welche die Not anderer ausnutzen.

    Informationen und Ratgeber
    Viele weitere Infos zum Blackout gibt es beim NÖ-Zivilschutzverband www.noezsv.at: Hilfreich ist der Safety-Ratgeber Blackout.

    Autor:

    Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt

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