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Erzählung von Margret Pfaffenbichler
Beim Zahnarzt, 1941

Früher gingen die Leute nicht „leichtsinnig“ und schnell zum Doktor. Im Jahr 1941, ich war damals schon Schulmädchen, hatte ich einen eitrigen Zahn, und ich hatte schon länger Beschwerden, eine geschwollene Wange und Schmerzen. Als das Salbei-Gurgeln und das „Mäultüachl-Umbindn“ nicht mehr halfen und Hilfe von außen unumgänglich wurde, fassten meine Eltern den Entschluss, mit mir den Zahnarzt aufzusuchen.

Also zogen wir dahin, ich brav an der Seite meiner Mutter, die sieben Kilometer lange Straße von unserem Dorf Gutenbrunn nach Herzogenburg. Der Zahnarzt wohnte in einem Stockhaus und wir muss­ten über Stiegen hinaufgehen. Der Doktor war groß, und als er uns empfing, konnte meine Mutter vorbringen, um was es sich handelte.

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Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt

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