Christoph Fiedelsberger im Porträt
Die vielfältigen Wege der Kirchenmusik

Christoph Fiedelsberger

Christoph Fiedelsberger vereint seine musikalische Leidenschaft und seine Verbindung zur Kirche, indem er das Wort Gottes auf der Königin aller Instrumente zum Erklingen bringt.
von Florian Gucher

Ein Klagenfurter Jungmusiker spielt sich in die Herzen der Glaubensgemeinschaft und sorgt für harmonische Schwingungen. Christoph Fiedelsbergers Liebe zur Musik wurde bereits im Alter von fünf Jahren am Klavier entfacht. Tief im katholischen Glauben verankert, ebneten ihm seine im kirchlichen Dienst engagierten Eltern den Weg zur Kirchenmusik, und er wechselte zum Orgelspiel, dessen Vielfalt ihn in den Bann zog und nicht mehr losließ: „Von meinem Lehrmeister, dem Domorganisten Klaus Kuchling, geprägt, bin ich der Musik von Johann Sebastian Bach und der französischen Romantik zugeneigt“, so Fiedelsberger, der den Blick über den Tellerrand nicht scheut und kirchenmusikalisch in vielen Sparten unterwegs ist. Von der Orgelmusik bis hin zu seinem Engagement als Dirigent, öffnet sich ein breites Feld, aus dem der Musiker künstlerisch schöpft. Wenngleich sein Hauptaugenmerk am Dirigentenpult wie auf der Orgelempore liegt, ist er auch in anderen Tätigkeiten zu erleben, sowie er hin und wieder auch als Kantor im Einsatz steht.

Die größte Schwierigkeit im Orgelspiel sieht Fiedelsberger in der Koordinationsarbeit von Händen und Füßen, die Ausdauer, Geduld und unermüdliches Training bedarf. Doch gerade solche Herausforderungen treiben den Jungmusiker Tag für Tag an. Er liebt die Abwechslung, welche seine Leidenschaft für die Musik emporholt: „Es verhält sich wie im Sport. Musik ist nichts, was man einmal lernt und dann kann. Wenn nicht jeden Tag gespielt wird, geht vieles verloren und die Entwicklung stagniert. Musizieren ist ein ewiger Prozess und eine pausenlose Entwicklung und das ist auch das Schöne daran.“ Nicht zuletzt stellt sich Fiedelsberger in den Dienst der Kirche, um den Glauben durch wie von Gott selbst geschaffene Klänge zu vermitteln: „Wir als Musiker sind der verlängerte Arm der Komponisten und ein maßgeblicher Teil der Verkündung. Ohne uns würde die altüberlieferte Musik verstummen.“

Autor:

Sonntag Redaktion aus Kärnten | Sonntag

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