Das „Freiwillige Umweltjahr“ als Orientierung
Ein freiwilliges Jahr im Zeichen der Bewahrung der Schöpfung

Egal ob im Büro oder im Gemüsegarten, im Labor oder im Nationalpark – das „FreiwilligeUmweltjahr“ bietet viele Einsatzmöglichkeiten.
  • Egal ob im Büro oder im Gemüsegarten, im Labor oder im Nationalpark – das „FreiwilligeUmweltjahr“ bietet viele Einsatzmöglichkeiten.
  • Foto: Foto: JUMP/BUBU DUJMIC
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Nach der Matura ist vielen noch nicht klar, wohin der weitere Lebensweg genau füh-ren soll. Ein Jahr voll mit Abwechslung und sinnvollen Aufgaben bietet das Freiwillige Umweltjahr der Jugend-Umwelt-Plattform JUMP: 6 bis 12 Monate in Bereichen wie Umwelt-, Natur- und Tierschutz Gutes tun.
von Katja Schöffmann

Nach dem Schulabschluss stellen sich viele junge Erwachsene die Frage, welches Studium, welche Lehre oder Berufsausbildung nun folgen soll. Gibt es eine abwechs-lungsreiche Alternative zum Zivil-dienst oder zu einem Auslandsjahr, z. B. als Au-pair? Die gibt es. Die Jugend-Umwelt-Plattform JUMP bietet in allen Bundeslän-dern Interessierten ab 18 Jahren die Möglichkeit, in interessante Tätigkeitsfelder rund um Umwelt, Natur und Tiere hineinzuschnup-pern. Das „Freiwillige Umweltjahr“ (FUJ) dauert zwischen sechs und zwölf Monate.

Vielfältige Einsatzbereiche
Die Einsatzbereiche in derzeit über 60 gemeinnützigen Organisationen in allen Bundesländern können vielfaltiger nicht sein und decken viele Bereiche ab. Dazu gehören u. a. Umweltschutz und Umwelt-bildung, Natur- und Artenschutz, ökologische Landwirtschaft, Tier-schutz, Entwicklungszusammen-arbeit und Erneuerbare Energien. In Kärnten werden zwei Freiwilli-genstellen angeboten: im Besucher-zentrum Mallnitz im Nationalpark Hohe Tauern und beim Klimabündnis Kärnten in Krumpendorf. In Mallnitz können die Praktikan-ten aus den Einsatzbereichen Na-tur-, Arten- und Naturschutz so-wie Umweltbildung wählen. Die Mitarbeit erfolgt z. B. bei Veran-staltungen, in der Pressearbeit und Medienbetreuung, bei Führungen, Vorträgen, in der Recherchearbeit und (Foto-)Dokumentation. Beim Klimabündnis Kärnten in Krumpendorf am Wörthersee wird das „Freiwillige Umweltjahr“ als Zivildienstersatz angerechnet. Die Dauer umfasst zehn Monate. Auch diese Stelle ist noch frei, die Bewerbungsfrist läuft bis 28. Feb-ruar. Zu den Aufgaben zählen vor allem Bewusstseinsbildung für den Klimaschutz und Umweltbildung, u. a. auch an Schulen. Neben all-gemeiner Büroarbeiten ist auch Mitarbeit bei Veranstaltungen, bei Messen, Aktionen und der Jugend-begegnungswoche gefragt. Die Frei-willigen unterstützen auch bei der Konzeption, Vorbereitung und Durchführung von Kampagnen.

Beste Zusammenarbeit
Nina Vasold vom Referat für Schöp-fungsverantwortung der Diözese Gurk informiert: „Bereits seit über 20 Jahren arbeitet unser Referat sehr stark mit dem Klimabündnis Kärn-ten zusammen. Hier trifft der welt-liche Klimaschutz auf den kirchli-chen Klimaschutz. Dabei ergeben sich wunderbare Synergien. Beide Institutionen haben dasselbe Ziel“, freut sich Vasold: „Unterstüt-zung kommt auch jedes Jahr durch den- oder diejenige, die oder der beim Klimabündnis Kärnten das Freiwillige Umweltjahr absolviert.“ Heuer ist das Luca Egger, der in Be-gleitung von Christian Finger vom Klimabündnis in ganz Kärnten un-terwegs ist. Im Rahmen der Aktion „Autofasten“ findet am 22. März ein gemeinsamer Online-Impuls zur E-Mobilität statt.
Für Luca Egger war es von Anfang an klar, dass ein normaler Präsenz-dienst seine Interessen nicht deckt. Somit hat er sich informiert und ist auf das „Freiwillige Umweltjahr“ gestoßen. Egger: „Da mir meine/unsere Umwelt sehr am Herzen liegt, war es dann naheliegend, dass ich solch einen Dienst absolvieren möchte. Beim Klimabündnis Kärn-ten haben mich die Einsatzgebiete überzeugt und begeistern mich heute in der Praxis noch immer.“ Sein „Freiwilliges Umweltjahr“ begann im September und läuft noch bis Ende Juni. Auf seine Arbeit ist Egger stolz: „Meine Hauptauf-gabe liegt darin, Christian Finger bei Workshops zu begleiten und zu unterstützen. Neben öffentlichen Projekten wie dem Klimaschutz-lehrgang organisieren wir zudem auch einige Veranstaltungen, wie den Klimagipfel der Schüler oder den Tag der Menschenrechte.“ Egger empfiehlt allen ein Umwelt-jahr, die sich mit Umwelt- und Na-turthemen beschäftigen möchten und aktiv an Projekten mitarbeiten wollen. Für Egger ist es eine große Freude, „immer wieder zu erleben, wie viel Spaß Kinder und Jugendli-che bei unseren Workshops haben und die Themen interessiert auf-nehmen“.

Sinnvoll und wichtig
Das „Freiwillige Umweltjahr“ gibt es in der Form seit zehn Jahren. Claudia Kinzl-Ogris, Geschäftsfüh-rerin der Jugend-Umwelt-Plattform JUMP: „Ich begleite das Programm seit Anbeginn, und es macht mir große Freude mitzuerleben, wie es wächst und gedeiht. Von anfangs 20 Teilnehmern und Teilnehmerinnen pro Jahr sind es nunmehr 100 junge Erwachsene, die sich jährlich beim FUJ engagieren. Ich freue mich je-des Mal darauf, die Freiwilligen über das Jahr zu begleiten, zu se-hen, wie sie sich weiterentwickeln und welchen Weg sie danach ein-schlagen. Besonders schön finde ich, wenn uns ehemalige Freiwillige sagen, wie sinnvoll und wichtig das Freiwillige Umweltjahr für sie war.“

Freiwilliges Umweltjahr
Das „Freiwillige Umweltjahr“ der Jugend-Umwelt-Plattform JUMP ist für Interessierte ab 18 Jahren, wird zwischen sechs und 12 Monaten in allen neun Bundesländern angeboten und ist als Zivildienstersatz anrechenbar.Infos und Bewerbung unter Menüpunkt „Programme“ auf https://www.jugendumwelt.at

Autor:

Sonntag Redaktion aus Kärnten | Sonntag

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