Achtsam leben liegt im Trend
Gelassenheit in stressigen Zeiten

In unserer schnelllebigen Zeit sind Perfektionismus, Leistungsdruck, permanentes Gedankenkreisen und ständiges Multitasking sowie „auf Hochtouren laufen“ ein immerfort präsentes Thema im Alltag. Viele Menschen sehnen sich nach einem Weg hin zu mehr Ruhe und Gelassenheit. Die Katholische Frauenbewegung und die Katholische Aktion bieten immer wieder Seminare und Workshops zu mehr Entschleunigung im Alltag an.
Ein lebenspraktisches Angebot
Barbara Hassler, Kleinkindpädagogin, Bewegungstrainerin sowie psychologische Lebens- und Sozialberaterin in Ausbildung, ist schon seit Längerem mit ihren Halbtags-Workshops im Diözesanhaus zu Gast. Sie erzählt: „Der erste Konakt ging über Wolfgang Unterlercher vom Katholischen Familienwerk. Er hat den ersten Schritt gesetzt und gesagt, mit dem Thema Gelassenheit würde ich gut in die Seminare aus dem Bereich Erwachsenenbildung hineinpassen. Anja Schneider von der Katholischen Frauenbewegung hat dann meinen Workshop organisiert.“ Hassler ist es wichtig, in ihren Workshops und Seminaren ihre eigenen Lebenserfahrungen an die Teilnehmer weiterzugeben. Als Bewegungstrainerin für Beckenboden-Yoga weiß Hassler eines ganz genau: „Loslassen und Gelassenheit sind für Körper und Seele gleichermaßen ein wichtiges Thema. Anspannung in der Seele zeigt sich auch oft in einem angespannten Körper.“ Zu Hause in Wolfsberg bietet sie zur Entspannung des Körpers spezielle Übungen mit Yoga-Elementen an.

Gelassenheit als Prozess
Den eigenen Perfektionismus etwas eingrenzen und die Gedanken im Kopf zur Ruhe kommen lassen, hat Hassler schon immer durch ihr Leben begleitet. Als Mutter von zwei erwachsenen Kindern „ist Gelassenheit immer das Thema in der Kindererziehung gewesen. Gelassenheit ist wirklich ein lebenslanger Lernprozess.“

„Jeder findet seine Methode“

Hassler möchte in ihren Workshops verschiedene Angebote vermitteln: „Angefangen von achtsamen Atemübungen über Fantasiereisen, Arbeit mit Musik und Meditation ist für jeden etwas anderes passend. Das kann jeder selbst für sich herausfinden. Jeder findet seine ganz persönliche Methode, zur Ruhe zu kommen, Gelassenheit zu lernen.“
In ihren Seminaren greift Hassler oft zum „Ritual des Verbrennens“ zurück: „Jeder notiert auf einem Zettel etwas, das ihn im Leben belastet. Das werfen wir dann in eine Feuerschale zum Verbrennen.“ Das kann oft sehr befreiend wirken und den Kopf frei machen vom ständigen „Gedankenkarussell“.
Mit den Jahren lernt man dazu, indem man sieht, was man alles schon erlebt hat. „Das macht irgendwann gelassener“, weiß Hassler aus eigener Erfahrung. Etwas einmal auch zur Seite legen, das Leben bewusst genießen lernen und es in Dankbarkeit annehmen, ist ein erster Schritt zur Erleichterung. Affirmationsübungen mit kraftvollen Sätzen zur Stärkung des Glaubens sind ebenso ein wichtiger Bestandteil ihrer Workshops.

Bewusst atmen und in Stille sein

Ein Grundsatz von Hassler lautet: „Ich nehme mir jeden Tag eine gewisse Zeit, nur mit mir selbst zu sein – egal ob mit Hilfe meiner Meditation oder mit ruhiger Musik. Mit sich selbst zu sein, gibt viel Energie.“ Ein besonders effizienter Weg auch für Anfänger im „Gelassenheits-Üben“: Bewusst atmen lernen und sich dabei nur auf den eigenen Atem konzentrieren. Regelmäßig durchgeführt, kommen kreisende Gedanken leichter zur Ruhe.
Im Workshop „In 7 Schritten zu mehr Gelassenheit“ (siehe Infokasten) stellt Hassler ihre ganz persönlichen sieben Schritte vor, die sie selbst im Laufe der Jahre entwickelt hat. Musik und Stille spielen hier auch eine Rolle: „Passende Klänge helfen, Stille in sich selbst zu finden.“ Was Menschen verlernt haben, erklärt Hassler ebenso: „Im Augenblick, im Hier und Jetzt leben ist für viele nicht möglich. Mein Spruch lautet: „Man soll in die Vergangenheit nur so weit zurückschauen, dass es mir für die Zukunft hilft.“ Man kann in der Opferrolle in der Vergangenheit herumrühren oder sich bewusst dafür entscheiden, sich das Leben leichter zu machen. „Mit einem positiven Blick in das Leben geht der Alltag einfach leichter“, erklärt sie.

Meditationskarten und Buch

Ein Herzensprojekt von Hassler ist ihr Kinderbuch „Kunterbunte Streichelgeschichten“. Es geht um Ruhe und Entspannung für die Kleinen: „Kinder lernen mit ‚Rücken-Geschichten‘ in Form von Streicheln über den Rücken und Mandalas zum Ausmalen spielend Ruhe und Entspannung.“ Es ist geplant, den Erlös an die Kinderkrebshilfe zu spenden. Als zusätzliches Angebot gibt es noch persönlich gestaltete Coaching-Karten für Meditation, Entspannung oder zur Verwendung in Beratungsgesprächen. Die Artikel sind direkt bei Barbara Hassler erhältlich. „Die Menschen sollen wieder zur Ruhe kommen“, so ihr Herzenswunsch.

Autor:

Gerald Heschl aus Kärnten | Sonntag

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