Erster Frauenpilgertag
Zeit zu leben – gemeinsam auf neuen Wegen

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Sich etwas „Zeit zu leben“ nehmen und Gottes Schöpfung erkunden – beim ersten Frauenpilgertag der Katholischen Frauenbewegung wurde genau das getan.
von Carina Müller

Vorbei an sanft rauschenden Flüssen, durch dicht bewachsene Wälder und entlang schmaler Feldwege – In ganz Österreich machten sich am Samstag, dem 16. Oktober, Hunderte Pilgerinnen auf zum ersten Frauenpilgertag der Katholischen Frauenbewegung Österreich. Unter dem Motto „Zeit zu leben“ führten neun der 96 Pilgerwege durch Kärnten. Kurze spirituelle Impulse begleiteten die Pilgerinnen auf den Wanderungen durch Gottes wunderbare Schöpfung.

Pilgern im Gailtal

Mit einer kurzen Andacht, der Segnung des Pilgerstabes und einem Gruß an die Gottesmutter Maria starteten 51 Frauen aus dem Gailtal die Pilgerung entlang des Marienpilgerweges. Begleitet von einem violetten Segensband als Zeichen der Zusammengehörigkeit machten sich die Pilgerinnen auf den Weg zur Kirche in Nampolach, wo über das Leben und Wirken der heiligen Kunigunde erzählt wurde. Nach einem spirituellen Impuls und gemeinsamen Gebet führte es die Frauen weiter entlang der Gail. Strahlender Sonnenschein lud zum Verweilen und zu einem aktiven Körpergebet ein. Weiter ging es nach St. Heinrich in Görtschach, wo die Pilgerinnen mit Saxophonklängen begrüßt wurden. Eine kurze Andacht sowie eine kleine Jause stärkten die Frauen, bevor sie sich auf den Weg nach St. Ruprecht machten. Bei der spätgotischen Kirche angekommen, leitete eine Erzählung zum Ijobaltar die letzte Andacht des Tages ein. Als Andenken an den Tag bekamen die Teilnehmerinnen ein Herz aus Ton geschenkt. Für Pilgerbegleiterin Anita Popotnig war der Tag ein voller Erfolg mit vielen schönen Begegnungen, Erfahrungen und Gesprächen auf dem gemeinsamen Weg: „Ein großer Dank gilt all jenen, die mich an diesem Tag unterstützt haben.“

„Zeit für die Familie“
Ein kinderwagentauglicher Familienweg führte an der Marienwallfahrtskirche Ebenthal „Maria Hilf“ vorbei bis hin zur Gurnitzer Pfarrkirche „Sankt Martin“. Kurz vor dem Anstieg zur Kirche verweilten die elf Erwachsenen und sieben Kinder vor der Lourdes Grotte. Über Feld, Wald und die kleine Sattnitzbrücke ging es dann wieder zurück nach Ebenthal. Christina Hardt-Stremayr begleitete die Pilgergruppe auf ihrer Wanderung und erzählte: „Unterwegs begegneten uns Bilder und Gedanken zum Leben von Maria, der Mutter Jesu, und vom heiligen Martin. Mit Gesang, Gebeten und vielen Gesprächen war uns der Weg leicht, und die Zeit verging wie im Flug.“

Unterwegs am Marienpilgerweg
In der Wallfahrts- und Pfarrkirche Maria Rojach trafen sich 46 Pilgerinnen, um auf den Marienpilgerweg zur Basilika Maria Loreto zu pilgern. Nach der Segnung des Pilgerstabes und der Erteilung des Pilgersegens durch Pfarrer Helmut Mosser machten sich die Frauen auf den Weg Richtung Mühldorf. Neben einem Ruheplatz am Wasser wartete dort bereits eine Marienstatue auf die sie. Nach einer kurzen Andacht ging es auf einem Feldweg an großen Spargelfeldern und dem Mühldorfer Auengebiet vorbei bis hin zur Lavant. Entlang dieser pilgerte man weiter nach Mettersdorf. Gestärkt von einer gemeinsamen Jause machten sich die Pilgerinnen von dort auf den Weg über Jakling, durch den Kneippgarten und entlang des Kreuzweges hinauf zur Basilika Maria Loreto. Am Ziel angekommen, erzählte Monika Wiedemann von der Geschichte der beiden berühmten Wallfahrtkirchen. Die Pilgerinnen ließen den Tag bei einer Andacht und einer gemeinsamen Agape ausklingen.

Zum heilenden Wasser hinauf
Etwas steiler wurde es in Maria Elend. Von der Wallfahrtskirche aus ging es für 13 Pilgerinnen über die Augenwasserquelle „Vodica“, aus der nach altem Volksglauben heilkräftiges Wasser fließt, hinauf zu den Bergkapellen. Bei strahlendem Sonnenschein wurden am Weg zwei Andachten gefeiert. Nach einer ausgiebigen Rast ging es über einen Waldweg wieder hinunter nach Maria Elend. Katholische und evangelische Pilgerinnen verschiedener Altersgruppen, Sprach- und Vorkentnissen, viele pilgerten das erste Mal, fanden bei dieser spirituellen Wanderung zusammen. Das war für Pilgerbegleiterin Karin Zausnig die Besonderheit des Tages: „Trotz all der Unterschiede und Verschiedenheiten zwischen den Pilgerinnen hat sich ganz schnell ein Gefühl von Verbundenheit und Gemeinschaft eingestellt.“

Autor:

Gerald Heschl aus Kärnten | Sonntag

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