NACH_HALTIG
Kirche setzt auf Sonne

Mit der Nutzung erneuerbarer Energie geht die Diözese Eisenstadt einen wegweisenden Schritt in Richtung Klimaschutz und nachhaltige Zukunft.

Die Diözese Eisenstadt setzt einen entschiedenen Schritt in Richtung Klimaschutz und nachhaltiger Energiegewinnung. Im Einklang mit den Zielen der Österreichischen Bischofskonferenz, bis 2030 die CO₂-Emissionen um 60 Prozent zu reduzieren, engagiert sie sich aktiv für den Ausbau erneuerbarer Energien in den Pfarren und kirchlichen Einrichtungen des Burgenlands sowie auf den Gebäuden der Caritas. Damit wird sichtbar, dass kirchliche Verantwortung für die Schöpfung und wirtschaftliche Vernunft einander nicht ausschließen, sondern gemeinsam Zukunft gestalten.

NACHHALTIGKEIT ALS LEITLINIE

Ein Herzstück der Initiative ist die Installation von Photovoltaikanlagen auf den Dächern von Pfarren sowie Gebäuden der Diözese und der Caritas. Diese Anlagen nutzen die Kraft der Sonne, liefern saubere Energie und zeigen, wie sich regionale Glaubensgemeinschaften konkret an der Energiewende beteiligen können.

Neben der ökologischen Wirkung ergibt sich auch ein wirtschaftlicher Vorteil: Die Anlagen helfen, langfristig Kosten zu senken und Ressourcen sinnvoll einzusetzen.

Papst Franziskus mahnt in seiner Enzyklika Laudato Si’ zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung und fordert dazu auf, auch in kirchlichen Gemeinschaften konkrete Schritte gegen den Klimawandel zu setzen. Die Diözese Eisenstadt nimmt diesen Auftrag ernst und macht mit ihrem Projekt deutlich, dass Glauben und Handeln untrennbar verbunden sind.

„Dieses Projekt, das von der Wirtschaftlichen Generaldirektion schon im Jahr 2024 initiiert wurde, ist ein Paradebeispiel dafür, wie sich nachhaltiges Handeln und wirtschaftliche Vernunft vereinen lassen. Wir haben uns entschlossen, nicht nur die Pfarren, sondern auch die Einrichtungen der Caritas einzubeziehen. Die Diözese übernimmt dabei die administrativen und finanziellen Hürden, damit alle Einrichtungen diesen Weg problemlos mitgehen können“, erklärt Johannes Stipsits, Wirtschaftlicher Generaldirektor der Diözese.
ARR

Bewusstsein.

Nachhaltigkeit ist für uns kein Randthema, sondern eine der zentralen Aufgaben, die wir als Kirche ernst nehmen müssen. Unsere Aufgabe ist es die Schöpfung zu bewahren – und das nicht nur in Predigten, sondern ganz konkret im Alltag. Darum haben wir uns entschlossen, eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie einzuschlagen, die Schritt für Schritt umgesetzt wird.

Photovoltaikanlagen auf den Dächern von Pfarren und Caritas-Einrichtungen sind ein sichtbares und wichtiges Element davon. Aber es bleibt nicht bei der Energieversorgung. Wir denken weiter: energieeffiziente Sanierungen, ein bewusster Umgang mit Ressourcen und eine klare Orientierung an ökologischen Standards sind Teil dieses Weges. Uns geht es darum, eine Haltung zu entwickeln, die in allen Bereichen spürbar wird.

Besonders wichtig ist es, dass die Pfarren und Einrichtungen auf diesem Weg nicht alleine gelassen werden. Viele scheuen den organisatorischen oder finanziellen Aufwand, der mit solchen Umstellungen verbunden ist. Deshalb übernimmt die Diözese hier Verantwortung: Wir nehmen bürokratische Hürden ab, organisieren die Finanzierung und schaffen so Sicherheit für alle, die sich beteiligen. Nur wenn wir die Last gemeinsam tragen, kann der Wandel nachhaltig gelingen.

Mir ist bewusst, dass Nachhaltigkeit oft als Herausforderung gesehen wird. Aber ich bin überzeugt, dass gerade wir als Kirche zeigen können, wie sinnvoll ökologisches, wirtschaftliches und soziales Handeln miteinander verbunden werden kann. Wir haben den Auftrag, Vorbild zu sein – nicht nur im Reden, sondern im Tun. Viele kleine Schritte ergeben ein großes Bild. Jede Pfarre, jede Einrichtung, jede Entscheidung trägt dazu bei, dass wir unseren Teil für eine lebenswerte Zukunft leisten. Dieses Projekt ist deshalb mehr als eine einzelne Maßnahme. Es ist ein Prozess, der uns langfristig prägen wird. Wenn wir heute Verantwortung übernehmen, gestalten wir Zukunft – für unsere Kirche und für die kommenden Generationen.

JOHANNES STIPSITS
Wirtschaftlicher Generaldirektor Diözesanökonom

Autor:

martinus Redaktion aus Burgenland | martinus

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