Gedanken zum Evangelium: 4. Adventsonntag
Der Mensch denkt. Gott aber auch!

Es gibt Momente, an denen uns das Leben an oder, noch besser, auf Kreuzungen führt.
2Bilder
  • Es gibt Momente, an denen uns das Leben an oder, noch besser, auf Kreuzungen führt.
  • Foto: iStock mistic_boy
  • hochgeladen von Der SONNTAG Redaktion

Lukas 1, 26-38 - Die Ankündigung der Geburt Jesu

Es gibt Momente, da muss man sich entscheiden, welche Richtung man einschlägt. Momente, an denen uns das Leben an oder, noch besser, auf Kreuzungen führt. Viele dieser Kreuzungen erscheinen uns zunächst wie „Durchkreuzungen“, wie etwas Negatives. Doch es hängt von uns ab, wie wir damit umgehen.

Ich selbst (Mark) habe einige solcher Kreuzungen erlebt. Vor einigen Jahren wollte ich ein Jahr in Anchorage (Alaska, USA) verbringen und in der Seelsorge Erfahrungen sammeln. Alles war organisiert. Doch mein Kontakt vor Ort meldete sich nicht mehr. Da zog ich die Notbremse. Statt nach Alaska ging es in die Schweiz. Dort habe ich wunderbare Erfahrungen gesammelt. Und Freunde gefunden.

An einer Kreuzung treffen wir auch Maria. Der Evangelist Lukas wirft den Scheinwerfer auf die Stille des Hauses in Nazaret, auf das Erscheinen des Engels bei Maria. Und dessen Botschaft ist ein nie da gewesenes Durchkreuzen menschlicher Pläne.

Maria „erschrickt“ nicht zu Unrecht. Die Propheten hatten verheißen, dass von einer Jungfrau der „Messias“ geboren würde; das wusste Maria. Doch dass gerade sie diese Frau sein würde!

Ihre Frage „Wie soll das geschehen?“ haben die Kirchenväter als einzig richtige Reaktion gelobt: weder blinde Naivität noch spöttische Skepsis sprechen aus ihr, sondern die tiefe Sehnsucht, den Plan Gottes annehmen zu können. Denn das macht diese Kreuzung so entscheidend: Gott wählt sich nicht irgendjemanden als passives Instrument. Nein.

Er wählt einen freien Menschen. Frei, „Ja“ zu sagen, und frei, „Nein“ zu sagen.

Und wo Adam und Eva Nein sagten, spricht Maria in voller Freiheit ihr Ja: „Ich bin die Magd des Herrn. Mir geschehe, wie du es gesagt hast.“

Mit dieser Kreuzung entscheidet sich nicht nur der Weg Marias, sondern auch der Weg der Menschheit. Der Weg, an dessen Ziel die Erlösung steht.

Impulse

Inspiriert vom Evangelium

  • Mit wem im Evangelium kann ich mich identifizieren? Und warum?

  • Wann habe ich meinen Lebensweg als durchkreuzt empfunden?
  • Wie bin ich mit dieser „Durchkreuzung“ umgegangen?
  • Habe ich den Weg von jemand anderem gekreuzt? Was ist daraus entstanden?
Evangelium und Kommentar als PDF
Es gibt Momente, an denen uns das Leben an oder, noch besser, auf Kreuzungen führt.
Seminarist Mark Eylitz ist zurzeit Praktikant im Pfarrverband Hernals.
Autor:

Markus Muth aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen