Anekdoten: Heiter bis heilig
Der Heilige Geist schmutzt nicht

Weisse taube: So schmuck wird der Heilige Geist in der Kunst präsentiert.
  • Weisse taube: So schmuck wird der Heilige Geist in der Kunst präsentiert.
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Zu Pfingsten dreht sich alles um den Heiligen Geist, der – sehr zum Bedauern vieler
Theologinnen und Theologen – seit dem Konzil von Trient (1545–1563) in Gestalt einer
Taube dargestellt worden ist. Daraus haben viele Gläubige die Schlussfolgerung gezogen, dass er selbst eine ist.

SONNTAG-Leser Manfred Wildhagen hat uns folgende Geschichte erzählt, die dazu gut passt.
Adalbert Kowatschitsch war von 1935 bis 1969 Pfarrer von St. Othmar in Mödling. Er war ein Original, sehr liebenswürdig, aber mitunter scharfzüngig und direkt. Als er 1969 in Pension ging, wurde er Ehrenbürger von Mödling. Nach seinem Tod 1980 ist in Mödling eine Straße nach ihm benannt worden.

Nicht jede Taube ist der Heilige Geist

Kowatschitsch ärgerte sich über Tauben, denn diese nisteten in den Steinnischen der Kirche aus dem 16. Jahrhundert. Das war unhygienisch, denn sie hinterließen viel Dreck. Er wollte sie daher loswerden. Teile der Gemeinde waren da aber nicht hilfreich. Einige ältere Damen waren der Ansicht, dass die Tauben arm seien und gefüttert gehörten.

Und so entspann sich der folgende, kurze Dialog:

Taubenfreundin: „Die Tauben müssen gefüttert werden.“
Dechant Kowatschitsch: „Nein, die Tauben gehören vernichtet!“
Sie versuchte es theologisch: „Aber Herr Dechant, der Heilige Geist ist ja auch in Gestalt
einer Taube erschienen!“ –
„Ja schon, aber der beschei… mir nicht meine Kirche!“

Autor:

Bernadette Spitzer aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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